Theater Pforzheim: "Der zerbrochne Krug", Lustspiel von Heinrich von Kleist

Premiere am Samstag, 7. April um 19.30 Uhr im Großen Haus, mit Einführung um 19.10 Uhr im Foyer

Hintersinniger wie hochkomischer Krimi um einen Richter, der seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen versucht. -- Dorfrichter Adam herrscht im kleinen Ort Huisum. Seine Lust auf erotische Abenteuer wird ihm dabei allerdings zum Verhängnis. Am Vorabend drang er ungebeten in das Zimmer der jungen Eve ein, konnte sie jedoch zum Schweigen bringen. Als Eves Verlobter Ruprecht völlig unerwartet auftauchte, blieb ihm nichts anderes übrig als die überstürzte Flucht, bei der er einen wertvollen Krug umstieß.
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Um genau diesen Krug dreht sich die nun kurzfristig einberufene Gerichtsverhandlung, bei der ausgerechnet Ruprecht von Eves Mutter Marthe Rull verklagt werden soll – in der Annahme, dass der Verlobte das Gefäß zerbrochen hat. Adam, der paradoxerweise als zunächst unerkannter Täter die Ermittlungen führt, setzt alles daran, den Verdacht auf andere zu lenken. Doch sein karriereorientierter Schreiber Licht, der sich nur allzu gerne auf dem Stuhl des Dorfrichters sähe, wittert insgeheim einen Verdacht gegen Adam. Als schließlich Gerichtsrat Walter aus Utrecht eintrifft und der Verhandlung beiwohnt, kommt die Wahrheit zum Vorschein ...

Heinrich von Kleist lehnte sein Lustspiel „Der zerbrochne Krug“, das 1808 uraufgeführt wurde, an die griechische Tragödie an und zitierte sinnbildlich das Schicksal des Ödipus, der sich auf der Suche nach der Wahrheit seine eigene Täterschaft eingestehen muss. Bis wieder Ordnung ins System kommt, wird eine Gerichtsverhandlung durchgeführt, die es in sich hat und manchen Lacher provoziert.

Mit Clemens Ansorg, Steffi Baur, Robert Besta, Lars Fabian, Mira Huber, Sophie Lochmann, Markus Löchner , Jens Peter und Katja Thiele

Inszenierung Hannes Hametner
Bühne Giovanni de Paulis
Kostüme Nicola Stahl

Weitere Vorstellungen am Mi, 11., Fr, 13., Fr, 20., Mi, 25. und Sa, 28. April sowie an vielen weiteren Terminen im Laufe der Spielzeit, jeweils mit Einführung 20 Minuten vor der Vorstellung

Bild: Heinrich von Kleist

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