»Emilia Galotti« von Gotthold Ephraim Lessing - Schauspiel Frankfurt

Premiere am 13. April 2018, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Über der Macht steht das Gesetz – das ist ein Grundgedanke freier demokratischer Ordnungen. So entsteht unter anderem der geschützte Raum des Privaten. Doch das Gesetz ist abstrakt, bürokratisch, so dass die Sehnsucht nach starken Machthabern, die per Dekret und Donnerschlag regieren, heute plötzlich wieder an politischer Kraft gewinnt. Was bedeutet das? »Wer kein Gesetz achtet, ist ebenso mächtig, als wer kein Gesetz hat«, stellt Odoardo fest, dessen Tochter vom Prinzen des Landes begehrt wird. Emilia ist aber längst dem Grafen Appiani versprochen. Damit die Schöne stattdessen seinem Herrn zukommt, lässt der Politiker Marinelli am Tag der Hochzeit Appiani töten und Emilia entführen.
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Die Macht nimmt sich, was sie will. Was bleibt Odoardo, was Emilia? Lessings Trauerspiel untersucht den Einbruch der Willkür in das Private.

David Bösch arbeitet regelmäßig am Burgtheater Wien, Deutschen Theater Berlin, Züricher Schauspielhaus und am Residenztheater München. Für die Inszenierung von »Viel Lärm um nichts« am Thalia Theater Hamburg wurde Bösch mit dem Montblanc Young Directors Award der Salzburger Festspiele ausgezeichnet. 2011 folgte er der Einladung des Goethe Instituts an das Myeongdong Theater in Seoul/Korea, um »Urfaust« zu inszenieren. Inzwischen inszeniert er auch Opern an Häusern im In- und Ausland, u.a. an der Oper Frankfurt, wo zuletzt seine Produktion »Il trovatore« zu sehen war.

Regie David Bösch  
Bühne Patrick Bannwart
Kostüm Meentje Nielsen
Dramaturgie Alexander Leiffheidt

mit Katharina Bach, Isaak Dentler, Olivia Grigolli, Sarah Grunert, Sebastian Kuschmann, Fridolin Sandmeyer

weitere Vorstellungen: 15./16./20./23./25./26./29. April 2018

Bld: Gotthold Ephraim Lessing

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