"Der Sturm " von William Shakespeare - Hans Otto Theater Potsdam

Premiere 18.5.2018, 19.30 - Neues Theater

Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand, lebt im Exil auf einer wüsten Insel, seinem Versteck vor der Welt. Dort bevölkert der Magi- er und Künstler mit seinem Zauberstab die Landschaften mit Figuren und erweckt Träume zum Leben, helle und dunkle. Hier wächst auch seine Tochter Miranda zu einem wilden Mädchen auf. Doch nun, in ihrem 15. Lebensjahr, möchte Miranda den »Garten der Kindheit« verlassen und sucht nach einem Fenster in die große Freiheit der wirklichen Welt. Wenn Prospero seine Tochter liebt, muss er ihr auf den Weg helfen in eine Realität, die er selbst ablehnt.
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Zugleich erfährt er,  dass draußen auf See ein Schiff mit seinem Bruder samt Gefolge segelt,  eben dem Bruder, der ihn einst vom Thron vertrieb. Prospero sieht die  Stunde der Rache gekommen. Er löst einen Sturm aus, und Besatzung  wie Passagiere werden halbtot an Land gespült. Mit seiner Zauberkraft  übernimmt Prospero die Macht über die Gestrandeten, seine Feinde,  die ihm doch so überraschend ähnlich sind. Miranda verliebt sich in  den Sohn eines der Hauptschuldigen. Prospero muss sich entscheiden  zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen seiner Rache und dem Glück seiner Tochter. Am Ende steht Vergebung. Prospero zerbricht  seinen Zauberstab. Er entlässt seine Figuren in die Freiheit und macht  den Weg frei für die nächste Generation.

»Der Sturm« war Shakespeares  letztes Stück. Es wurde gelesen als poetisches Traumstück, als Geschichte  von Exil und Heimkehr, Unterwerfung und Emanzipation, Schuld und  Erlösung, immer wieder aber auch als Liebeserklärung an das Theater und  seine schöpferische Kraft.

Mit »Der Sturm« zeigen Tobias Wellemeyer und Ensemble ihre letzte große Bühneninszenierung in neun Jahren am Hans Otto Theater Potsdam.

Deutsch von Frank-Patrick Steckel

Regie
 Wellemeyer
BÜHNE
 Thor
KOSTÜME
 Hofmann
MUSIK
 Eisenschink  

mit
 Götz; Brossier, Geiling, Hohmann, Irle, Koppe, Mauritz, Rubino,  Schmidtke, Schrodt, von Treuenfels

Bild:  William  Shakespeare

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