Staatsballett Berlin: "Doda | Goecke | Duato" - drei zeitgenössische Arbeiten

Premiere 24. Mai 2018, 19.30 Uhr in der Komischen Oper Berlin

Die Choreographien des Abends könnten keine unterschiedlicheren Handschriften tragen: Gentian Doda, Choreograph und Erster Ballettmeister des Staatsballetts Berlin, lädt ein zur Uraufführung seiner Kreation „was bleibt“, Marco Goecke präsentiert mit „Pierrot Lunaire“ seinen unverwechselbar abstrakten Tanzstil und Nacho Duatos Erfolgschoreographie „Por vos muero“ wird erstmals auf einer Berliner Bühne aufgeführt. Der Dreiteiler ist die letzte Neuproduktion der Intendanz Nacho Duato. Insgesamt sieben Vorstellungen werden bis zum 04. Juli 2018 auf der Bühne der Komischen Oper Berlin aufgeführt.
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(c) Yan Revazov

Seit 2009 entwickelt der Albaner Gentian Doda Choreographien, die er regelmäßig mit der Compañía Nacional de Danza in Madrid aufführte sowie an Bühnen u.a. in New York, Kopenhagen und Rotterdam. Erstmalig erarbeitet er nun eine Kreation mit dem Ensemble des Staatsballetts Berlin, zu dem er als Erster Ballettmeister in besonderer Verbindung steht. „was bleibt“ ist nicht nur der Titel, sondern beschreibt vielmehr den Entstehungsprozess seines Werks, an dem die Tänzerinnen und Tänzer aktiv mitwirken – gezeigt wird, was aus der kreativen Zusammenarbeit bleibt. Sounddesigner Joaquín Segade entwickelt die Musik parallel zur Choreographie, sodass sie unterstützt, aber die Bewegungssprache nicht dominiert.

Seine Werke sind international gefragt: Marco Goecke zeigt durch seinen unverwechselbaren Tanzstil den Tänzerinnen und Tänzern neue Horizonte auf und verschafft gleichzeitig dem Publikum ein neues Verständnis von zeitgenössischem Tanz. „Pierrot Lunaire“ handelt von der Liebe eines traurigen Narren, getanzt von Konstantin Lorenz, der entgegen voreiliger Schlüsse zur Heldenfigur der Geschichte wird. Inspiration fand Goecke vor allem im Rhythmus und in der Atonalität der Komposition Arnold Schönbergs, entstanden 1884 als Vertonung des gleichnamigen Gedichtzyklus von Albert Giraud. Musik, Lyrik und Tanz werden geschickt vereint und fügen sich zu einem imposanten Gesamtwerk zusammen.

Inspiriert von der Musik des spanischen ‚Siglo de Oro‘ aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie von der Poesie Garcilaso de la Vegas kreierte Nacho Duato „Por vos muero“ (‚Für dich sterbe ich‘), das er nun für das Staatsballett Berlin und seine Berliner Erstaufführung neu aufarbeitet. Kostüme, Musik und Bewegungssprache versetzen in das Zeitalter der Renaissance: „Es ist eine Hommage an jene Tage, als die Menschen tanzten, einfach um sich daran zu erfreuen, Tanz in ihrem Körper zu spüren“, so Duato.  Zu Anfang seiner Choreographen-Laufbahn im Jahr 1996 entwickelt, ist „Por vos muero“ heute eines von Duatos Meisterwerken und im Repertoire internationaler Ensembles vertreten.

Mit freundlicher Unterstützung von tip Berlin.

"DODA | GOECKE | DUATO"
Choreographien von Gentian Doda, Marco Goecke und Nacho Duato

WAS BLEIBT (Uraufführung)
Tanzstück von Gentian Doda
Musik von Joaquín Segade
Choreographie: Gentian Doda
Bühne: Yoko Seyama
Kostüme: Angelo Alberto
Licht: Nicolás Fischtel
Dramaturgie: Sergio Correa
Künstlerische Mitarbeit: Susana Riazuelo | Dimo Kirilov

PIERROT LUNAIRE
Choreographie von Marco Goecke
Musik von Arnold Schönberg
Choreographie, Bühne und Kostüme: Marco Goecke
Licht: Udo Haberland
Dramaturgie: Nadja Kadel

POR VOS MUERO
Ballett von Nacho Duato
Musik des spanischen 15. und 16. Jahrhunderts
Texte von Garcilaso de la Vega
Choreographie und Bühne: Nacho Duato
Kostüme: Nacho Duato (in Zusammenarbeit mit Ismael Aznar)
Licht: Nicolás Fischtel

Es tanzen
Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
Musik vom Tonträger
Spieldauer: 120 Minuten inkl. 2 Pausen

Weitere Vorstellungen
27. Mai 2018, 01., 08., 18. und 25. Juni 2018, 04. Juli 2018

Tickets: 12-69 Euro, ermäßigt 6-34,50 Euro
Ticketservice
TELEFON +49 (0)30 20 60 92 630
FAX +49 (0)30 20 35 44 83
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