Giuseppe Verdi, "Un ballo in maschera", Semperoper Dresden

Premiere 30. September 2011 um 19 Uhr . -----Fehldeutungen und Verstellungen bestimmen das Spiel der Figuren in »Un ballo in maschera«, das schließlich in einer Katastrophe, der Ermordung des Herrschers und dem Ende eines ganzen Systems, mündet.
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Elisabeth Stöppler wird, nach ihrer gelobten Henze-Inszenierung in der vergangenen Spielzeit, nun Verdis Melodramma in der Semperoper Dresden auf die Bühne bringen.

Sie entfaltet dafür ein Kraftfeld der ganz großen Gefühle, wo Treue und Eifersucht, Freundschaft und Verrat walten und die Figuren um ihr Leben singen. Während erst nach und nach unter den Masken der Beteiligten ihr zweites Gesicht zum Vorschein kommt, offenbaren auch die Bühne und ihre Maschinerie das von Emotionen befeuerte Treiben. Immer wieder gelingt es den Figuren, eine Außenperspektive einzunehmen und aus der Distanz auf dieses gewaltige gesellschaftliche Triebwerk zu blicken.

Marjorie Owens, Ensemblemitglied seit vergangener Spielzeit, wird die anspruchsvolle Rolle der Amelia übernehmen, Marco Vratogna ist ihr Ehemann Renato, Wookyung Kim der Herrscher Riccardo, der sie heimlich begehrt. Dem Pagen Oscar, gesungen von Carolina Ullrich, gibt Stöppler eine Schlüsselfunktion – sie begreift ihn als eine zentrale weibliche Figur von großer Erotik, die sich zum eiskalten Killer wandelt. Tichina Vaughns Ulrica wird eine glamouröse, weise Seherin sein. Am Pult der Sächsischen Staatskapelle steht der italienische Dirigent Carlo Montanaro.

Musikalische Leitung Carlo Montanaro

Inszenierung Elisabeth Stöppler

Bühnenbildner Rebecca Ringst

Co-Bühnenbildner Annett Hunger

Kostüme Frank Lichtenberg

Licht Fabio Antoci

Chor Pablo Assante

Riccardo Wookyung Kim

Renato Marco Vratogna

Amelia Marjorie Owens

Ulrica Tichina Vaughn

Oscar Carolina Ullrich

Silvano Ilhun Jung

Tom Tilmann Rönnebeck

Samuel Tomislav Lucic

Sächsische Staatskapelle Dresden

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

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