"Tanzwelten" vom 22/1 bis 5/2/2017 auf ARTE

Ballett-Thriller, Street Dance und slawische Tänze – dies ist nur ein kurzer Auszug aus dem vielfältigen Begleitprogramm aus Dokumentationen und Konzerten, das ARTE im Rahmen der 23. Folle Journée von Nantes zusammengestellt hat. Der „tolle Tag“ wie sich das Musikfestival der bretonischen Stadt nennt, hat sich in diesem Jahr „Die Rhythmen der Völker“ auf das Banner geschrieben. ARTE überträgt live das Abschlusskonzert am 5. Februar.
22142

Ballett-Thriller, Street Dance und slawische Tänze – dies ist nur ein kurzer Auszug aus dem vielfältigen Begleitprogramm, das ARTE im Rahmen der 23. Folle Journée von Nantes zusammengestellt hat. Der „tolle Tag“ wie sich das Musikfestival der bretonischen Stadtnennt, hat sich in diesem Jahr „Die Rhythmen der Völker“ auf das Banner geschrieben. AR TE überträgt live das Abschlusskonzert am 5. Februar.

Der Tanz ist eine der ältesten Ausdrucksformen der Menschheit und noch heute haben alle Formen und

Rhythmen ihre Ursprünge in den Volkstänzen. Sehr früh ließen sich die Komponisten der Fürsten- und Königshöfe von den folkloristischen Traditionen beeinflussen und nach und nach fanden Courante, Sarabande, Tarantella, Walzer und Ländler Einzug in die sogenannte ernste Musik. Bach, Rameau, Haydn oder Schubert adaptierten, variierten die Tänze und setzten sie in komplexere Formen um. Jedoch behielten sie immer den Bezug zum ursprünglichen Tanz bei.

Auch im 19. Jahrhundert und noch später übernahmen die Komponisten zahllose Tänze und setzten sie um in kammermusikalische, konzertante oder symphonische Werke. Im 19. Jahrhundert begannen auch viele Komponisten die Volksmusiken ihrer Heimatländer zu sammeln. Einer von ihnen ist Anonín Dvořák. Seine „Slawischen Tänze“ in der Fassung der Berliner Philharmoniker unter

Sir Simon Rattle sind am 22. Januar der Auftakt zum Tanzschwerpunkt bei ARTE.

Eine Woche später steht Ravels „La Valse“ auf dem Spielplan mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Es geht aber nicht nur um Volkstänze in der klassischen Musik, es gibt auch Geschichten rund ums Ballett. Die russische Primaballerina Polina Semionova ist zu Gast und es gibt einen absoluten Ballettklassiker – „Schwanensee“, in einer nicht so klassischen Form. Mit „Swan Lake Reloaded: Tschaikowsky Meets Streetdance“ präsentiert ARTE eine Produktion, die brückenschlagend ist zwischen Tradition und Moderne.

Die schillernde Welt des Balletts wird aber auch von einer unbekannten und düsteren Seite gezeigt: Eine der wohl berühmtesten Ballett-Truppen ist jene des Moskauer Bolschoi-Theaters. Legenden sind hier entstanden: Von Maja Plissezkaja bis Swetlana Zakharowa. In „Bolshoi Babylon“ geht es weniger um den Tanz an sich. Es handelt sich um eine Dokumentation über den Säureangriff auf Sergei Filin, dem künstlerischen Leiter des Bolschoi-Balletts, der 2013 die Tanzwelt erschütterte.

Alle Programme des Tanzschwerpunktes, das Abschlusskonzert der Folle Journée und noch weitere Aufführungen sind auch auf ARTE Concert zu finden unter concert.arte.tv.

Weitere Artikel