Carl Zuckmayers „Der Hauptmann von Köpenick“, Theater und Philharmonie Thüringen

PREMIERE So. 26.02.2017 · 18:00 Uhr im Landestheater Altenburg · Großes Haus. -----Nach zehn Jahren Gefängnis sucht Wilhelm Voigt Arbeit. Eine Anstellung bekommt er jedoch nur mit Meldeschein, den Meldeschein aber erst, wenn er eine Anstellung nachweisen kann. Gefangen in den Mühlen der Bürokratie, weiß er vorerst nur einen Ausweg: Er bricht in die Polizeidirektion ein, um seine Papiere zu vernichten und sich selbst neue Dokumente auszustellen.
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Der Plan scheitert bei der Umsetzung und als Folge wandert Voigt erneut ins Gefängnis. Doch auch nach Absitzen seiner Haftstrafe sieht er sich denselben bürokratischen Hürden ausgesetzt wie zuvor. Ein Neuanfang, der Beginn eines geordneten, bürgerlichen Lebens, scheint unmöglich. Mittellos und ohne Aussicht auf Besserung seiner Lage, besinnt sich Voigt seiner Kenntnisse über das preußische Militär und die allgemein bekannte Wahrheit: Kleider machen Leute. So entwickelt er eine außergewöhnliche List, seinem unglücklichen Dasein ein für allemal zu entkommen.

Zuckmayer hat durch die Verwendung des Berliner Dialekts eine Milieustudie gezeichnet, die die Sorgen und Nöte der Menschen am Rande der Gesellschaft aufzeigt. Wilhelm Voigt ist ein Hochstapler wider Willen, ein einfacher Mann, der ein wenig auf die schiefe Bahn geraten ist und nun vergeblich seinen Platz in der Welt sucht. Zugleich parodiert das Stück die Oberflächlichkeit der Gesellschaft und die Unzulänglichkeiten des bürokratischen Systems, in dem ein Stück Papier definiert, welchen Wert ein Menschenleben hat und ein mit Orden dekorierter, maßgeschneiderter Stoff seinem Träger unbestrittenen Respekt verschafft.

Carl Zuckmayers (1896-1977) „Der Hauptmann von Köpenick“ wurde 1931 veröffentlicht und in der Weimarer Republik mit großem Erfolg gespielt. Es wurde bereits ein knappes Jahr nach seiner Uraufführung auch in Altenburg gespielt. Am 14. Februar 1932 feierte der „Der Hauptmann von Köpenick“ unter der Regie des damaligen Schauspielleiters Martin Homburg mit über vierzig Darstellern Premiere.

Jetzt inszeniert Schauspieldirektor Bernhard Stengele das Stück mit Ouelgo Téné in der Titelrolle. Der Schauspieler aus Burkina Faso, seit 2012 bei Theater&Philharmonie Thüringen, kann damit seine Strahlkraft noch einmal in einer ganz besonderen Rolle dem Publikum präsentieren, bevor er im Sommer 2017 Altenburg auf der Suche nach neuen Herausforderungen verlassen wird. Gleichzeitig gibt diese Besetzung dem Stück eine aktuelle politische Dimension, wie Bernhard Stengele betont. Die Premiere im Landestheater Altenburg ist am Sonntag, 26. Februar um 18 Uhr.

Für Bühne und Kostüme zeichnet Hilke Förster verantwortlich. Die musikalische Leitung übernimmt Olav Kröger live am Klavier.

In weiteren Rollen: Thorsten Dara, Mechthild Scrobanita, Bruno Beeke, Manuel Kressin, Ulrich Milde , Ioachim Zarculea, Anne Diemer, Johannes Emmrich, Manuel Struffolino, Katerina Papandreou, Yasin Baig.

Vorstellungen im Landestheater Altenburg · Großes Haus

So. 26.02.2017 · 18:00 Uhr PREMIERE

Mi. 01.03.2017 · 18:00 Uhr

Fr. 03.03.2017 · 19:30 Uhr

Sa. 18.03.2017 · 19:30 Uhr

Mi. 29.03.2017 · 18:00 Uhr

So. 16.04.2017 · 18:00 Uhr

Vorstellungen an den Bühnen der Stadt Gera · Großes Haus

Fr. 12.05.2017 · 19:30 Uhr PREMIERE

Sa. 13.05.2017 · 19:30 Uhr

Di. 16.05.2017 · 18:00 Uhr

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter www.tpthueringen.de

Die Kassen in der jeweiligen Spielstätte öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

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