Ruhrtriennale 2016: Die TeilnehmerInnen der Masterclass stehen fest

NachwuchskünstlerInnen erkunden „Zwischen Welten“ in Mülheim an der Ruhr, Essen und Bochum. -----In diesem Jahr ist die Ruhrtriennale mit ihrem Programm im Fegefeuer der Gegenwart angelangt, in einem Zwischenreich. „Zwischen Welten“ umfasst all das: Situationen von Umbruch, eine Zeit der Ungewissheit, eine Gesellschaft auf der Schwelle. Im Rahmen der Campustriennale Masterclass erhalten drei junge Theaterkollektive die Möglichkeit, diesen Themen nachzuspüren und ein eigenes Projekt unter professioneller Unterstützung zu entwickeln.
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In Kooperation mit Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum rief die Ruhrtriennale junge TheaterkünstlerInnen dazu auf, sich für die Teilnahme zu bewerben: Drei Gruppen entwickeln innerhalb von drei Wochen Uraufführungen im Rahmen einer Masterclass, unterstützt von international renommierten KünstlerInnen und DramaturgInnen.

Die drei Gruppen wurden aus einem Pool von Bewerbungen aus aller Welt von einer Jury, bestehend aus den DramaturgInnen der Ruhrtriennale und der koproduzierenden Theater, ausgewählt. „Zwischen Welten“ kann auf den erfolgreichen Erfahrungen der Masterclass des vergangenen Jahres aufbauen. 2015 hatte das Programm, damals unter dem Motto „Unter Welten“, zum ersten Mal stattgefunden. „Wir konnten verheißungsvolle junge Talente entdecken und ihnen eine Plattform geben, sich einem internationalen Festivalpublikum zu präsentieren. Insbesondere die Proben- und Entwicklungsarbeit mit den Teams war eine Bereicherung für die KünstlerInnen und für die Theater“, so Ruhrtriennale-Dramaturg Vasco Boenisch.

In diesem Jahr sind unter den ausgewählten Theatergruppen auch ehemalige TeilnehmerInnen des Campustriennale College und des ehemaligen Internationalen Festivalcampus, des Begegnungsprogramms der Ruhrtriennale für Studierende. Die ZuschauerInnen können sich auch in diesem Jahr auf spannende Stückentwicklungen und Projekte junger TheatermacherInnen freuen. Die Uraufführungen werden präsentiert an einem langen Theaterabend, der drei Städte und Orte miteinander verbindet – und das Publikum mitnimmt auf eine Reise „Zwischen Welten“.

Zwischen Welten – Ringlokschuppen Ruhr

„Gentrification – Vati muss nach Herne. Und Mutti muss nach Lichtenberg“

Leien des Alltags

Vier PerformerInnen, in Berlin Prenzlauer Berg beheimatet, haben die Gentrifizierung ihres Viertels hautnah miterlebt und kehren nach ihrer Ausbildung in den Prenzlauer Berg zurück – als Motor eben dieser Gentrifizierung? Die Leien des Alltags möchten diesen Zusammenhang hinterfragen und mit ihrem Wissen das Ruhrgebiet beraten. Denn wenn Gentrifizierung – dann doch für alle. Die Leien des Alltags, Nele Stuhler (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und Jan Koslowski, beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Alltäglichen und Banalen, das sie theatral aufarbeiten, und zu ExpertInnen eines Themenbereichs werden. In „Gentifrication“ stehen sie gemeinsam mit den Theatermacherinnen Mirka Döring, Marlene Kolatschny, Anna Wille sowie Svenja Gassen auf der Bühne.

Von und mit:

Jan Koslowski , Nele Stuhler , Mirka Döring, Svenja Gassen, Marlene Kolatschny, Anna Wille Dramaturgie: Sebastian Brohn, Vasco Boenisch

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Zwischen Welten – Schauspiel Essen

„In Limbo – Zur Archäologie der Autobahnraststätte“

roda/born

Am Rand der Autobahn, irgendwo im Nirgendwo, zieht der technische Fortschritt an einem vorbei: an der Autobahnraststätte. Im Zentrum Essens präsentiert das Kollektiv roda/born die Ergebnisse seiner Erkundungen auf den Autobahnraststätten des Landes. „In Limbo“ zeigt uns die Raststätte als Heimat, als sozialen und als religiösen Ort. Das Theaterkollektiv roda/born besteht derzeit aus den TheatermacherInnen Isabel Gatzke, Maximilian Reichert, Joshua Wicke, Belle Santos, Benedikt Ellebrecht und Ran Chai Bar-zvi. Die Arbeit von roda/born ist geprägt von einem Interesse an der Poesie der Katastrophe, der Kunst der Wirklichkeit und dem Theater der Wissenschaften, an Glamour und dem Geräusch von Motoren.

Von und mit:

Ran Chai Bar-zvi, Benedikt Ellebrecht, Isabel Gatzke, Maximilian Reichert, Belle Santos, Joshua Wicke

Dramaturgie: Jana Zipse, Jeroen Versteele

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Zwischen Welten – Schauspielhaus Bochum

„Adolescence“

Larissa Bischoff, Ksenia Ravvina

Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen – die Pubertät ist eine Zwischen-Zeit der Extreme, des Alles oder Nichts. Larissa Bischoff und Ksenia Ravvina suchen gemeinsam mit den beiden Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen nach Spuren und Rhythmen einer unterschätzten Lebensphase, die in jedem von uns verborgen liegt. Der künstlerische Ansatz der Dramaturgin Larissa Bischoff (ehemalige Teilnehmerin des Campustriennale College/Internationaler Festivalcampus) und der Regisseurin Ksenia Ravvina zeichnet sich durch die Suche nach Räumen und Möglichkeiten aus, die zwischen Tanz und Schauspiel sowie Körper und Sprache liegen. Das internationale Team ergänzen die Performerinnen Katja Cheraneva und Charlotte Petersen sowie der Lichtdesigner Hendrik Borowski.

Von und mit:

Larissa Bischoff, Katja Cheraneva, Hendrik Borowski, Charlotte Petersen, Ksenia Ravvina

Dramaturgie: Olaf Kröck, Cathrin Rose, Tobias Staab

In Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung.

Eine Produktion der Ruhrtriennale in Kooperation mit Ringlokschuppen Ruhr, Schauspiel Essen, Schauspielhaus Bochum.

Termine: 17. und 18.09.2016

Ringlokschuppen Ruhr: jeweils 17:00 Uhr, ca. 1 Std.

Schauspiel Essen: jeweils 19:00 Uhr, ca. 1 Std.

Schauspielhaus Bochum: jeweils 21:00 Uhr, ca. 1 Std.

Kombitickets zu 15,00 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) für alle drei Veranstaltungen inkl. Bustransfer zwischen den Spielstätten ab Ringlokschuppen Ruhr sowie Einzeltickets zu 8,00 Euro (ermäßigt 4,00 Euro) für die jeweiligen Vorstellungen ohne Bustransfers sind im Online-Ticketshop der Ruhrtriennale unter www.ruhrtriennale.de erhältlich.

www.ruhrtriennale.de

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