Uraufführung: "Gesualdo" von Peter Breuer / Maren Zimmermann im Salzburger Landestheater

Premiere: 15.10.2016, 19.00 Uhr, Landestheater. -----Die Liebhaber seiner Musik halten Gesualdo für eines der größten musikalischen Genies. Doch in seinem Palazzo soll es spuken, seit der Fürst 1590 dort seine Frau und deren Liebhaber ermordete. In seiner Musik, so die Sage, hätten sich seither Gesualdos Seelenqualen Bahn gebrochen. Er entging zwar einer Haftstrafe, zog sich aber aus der Öffentlichkeit zurück und komponierte den Rest seines Lebens ergreifende Renaissancegesänge. Peter Breuer widmet Gesualdo sein neues Handlungsballett.
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Fürst - Mörder - Komponist. -- Fast 400 Jahre dauerte es, bis die Madrigale des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo, Prinz von Venosa, 2013 in seiner Heimat Neapel wieder aufgeführt wurden. Und das obwohl es weltweit Liebhaber seiner Musik gibt, die ihn für eines der größten musikalischen Genies halten. Doch die Neapolitaner haben ein gespaltenes Verhältnis zu dem berühmten Sohn ihrer Stadt. Sie sagen, es spuke in seinem Palazzo, seit der Fürst 1590 dort seine wunderschöne Frau und ihren Liebhaber auf bestialische Weise ermordete, der Palazzo sei verflucht. In seiner Musik, so geht die Geschichte weiter, hätten sich nach dem Doppelmord Gesualdos Seelenqualen Bahn gebrochen. Er entging zwar einer Haftstrafe, zog sich aber aus der Öffentlichkeit zurück und komponierte den Rest seines Lebens ergreifende Renaissancegesänge.

Für Igor Strawinsky etwa waren seine Kompositionen eine wichtige Inspirationsquelle und der Science-Fiction-Autor Aldous Huxley beschreibt in seinem Essay »Die Pforten der Wahrnehmung«, wie er sich den Madrigalen im Meskalinrausch hingab. Gesualdo, eine der schillerndsten Figuren der Musikgeschichte, steht im Mittelpunkt von Peter Breuers neuem abendfüllenden Handlungsballett.

»Gesualdos Musik klingt, als würde ein hautwandiger Raum von selbst zu klingen beginnen. Das ist das einzige Selbstverständliche an dieser Musik, an der nichts ›natürlich‹, alles aber herrliche Willkür und außerordentliche Gewalt ist. Gerade hat der Principe noch mit dem Dolch in Leichen gestochert, schon setzt er peinvolle, subtile Kontrapunkte, die schönsten, die es gibt. – Es bleibt ohne Beispiel.«

Wolfgang Rihm

Mit Peter Breuer, Maren Zimmermann und Bruno Schwengl geht ein Team gemeinsam auf Spurensuche zu »Gesualdo«, das nach »Schwanensee« und »Mythos Coco« bereits zum dritten Mal zusammen einen Ballettabend entwickelt.

Idee und Choreographie Peter Breuer

Libretto und Dramaturgie Maren Zimmermann

Bühne und Kostüme Bruno Schwengl

Komposition und Arrangement Eduardo Boechat

Choreogra­phische Assistenz Alexander Korobko

Gesualdo Marian Meszaros

Leonora d'Este Liliya Markina

Castelvietro Josef Vesely

Maria D'Avalos Anna Yanchuk

Fabrizio Carafa Otto Wotroba

Incubus Edward Nunes

Aufhocker Karine de Matos

Alp Cristina Uta

Sukkubus Kate Watson

Bilwis Mikino Karube

Torquato Tasso Iure de Castro

Alchemist Diego da Cunha

Tod Mikino Karube

Madrigal Naila Fiol, Arianna Rene Spitz, José Flaviano de Mesquita Junior, Diego da Cunha, Pedro Pires

Sopran Tamara Ivaniš

Mezzosopran Rowan Hellier

Bass Raimundas Juzuitis

Bariton Elliott Carlton Hines

Tenor Alexander Hüttner

Renaissancefest Naila Fiol, Mikino Karube, Liliya Markina, Karine de Matos, Arianna Rene Spitz, Kate Watson, Diego da Cunha, José Flaviano de Mesquita Junior, Pedro Pires, Josef Vesely, Otto Wotroba

Dauer: ca. 1 h 40 min / inkl. Pause

Di. 18.10.2016 19.30 Tickets

Do. 20.10.2016 19.30 Tickets

Mi. 26.10.2016 19.00 Tickets

So. 27.11.2016 15.00 Tickets

Mi. 11.01.2017 19.30 Tickets

Mi. 01.02.2017 19.30 Tickets

Do. 16.02.2017 19.30 Tickets

Fr. 17.02.2017 19.30 Tickets

Di. 21.02.2017 19.30 Tickets

Fr. 31.03.2017 19.30 Tickets

Di. 11.04.2017 19.30 Tickets

Do. 20.04.2017 19.30 Tickets

So. 23.04.2017 19.00 Tickets

Sa. 29.04.2017 15.00 Tickets

Fr. 12.05.2017 19.30 Tickets

Do. 25.05.2017 19.00 Tickets

Salzburger Landestheater / Buchung: +43 (0) 662 / 87 15 12 - 222 oder service@salzburger-landestheater.at

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