NATHAN DER WEISE von Gotthold Ephraim Lessing im Theater Osnabrück

Premiere Samstag, 28. Januar 2017, 19.30 Uhr, Theater am Domhof. -----Nachdem Lessing aufgrund eines religiösen Disputs das Recht zu publizieren entzogen worden war, schrieb er 1778 den Nathan – „In meiner alten Kanzel, auf dem Theater“erschuf er seine Utopie der Versöhnung der drei großen monotheistischen Religionen und verhandelt vor dem Hintergrund einer Familien- und Liebesgeschichte die Fragen nach Toleranz, Menschlichkeit und Respekt.
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Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge: Vor der Stadt, in der der Sultan Saladin herrscht, liegen die Tempelritter, die Jerusalem zurückerobern wollen. Der wohlhabende Jude Nathan kehrt von einer Geschäftsreise zurück und erfährt, dass seine Pflegetochter Recha von einem Tempelherrn aus seinem brennenden Haus gerettet wurde. Die Jüdin und der Christ verlieben sich ineinander – und dann wird Nathan zum Sultan bestellt, der Antwort auf eine delikate Frage verlangt: Welcher Glaube ist der einzig wahre und richtige?

Über 200 Jahre alt, hat Nathan der Weise, Gotthold Ephraim Lessings berühmter Aufruf zu Toleranz und Menschlichkeit, nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil: Angesichts immer neuer, auch religiös grundierter Konflikte und zunehmend radikaler gesellschaftlicher Tendenzen, sind die Fragen, die das Stück und seine berühmte Ringparabel aufwerfen, dringlicher denn je. Der Leitende Schauspielregisseur Dominique Schnizer befragt Lessings dramatisches Gedicht aus heutiger Sicht: Sind wir seiner Utopie nähergekommen oder wird sie für immer ein Traum bleiben angesichts einer Welt, die sich so gar nicht tolerant und friedfertig zeigen will?

Inszenierung Dominique Schnizer

Bühne/Kostüme Christin Treunert

Dramaturgie Jens Peters

Sultan Saladin Andreas Möckel

Sittah, seine Schwester Marie Bauer

Nathan, ein reicher Jude Ronald Funke

Recha, seine angenommene Tochter Elaine Cameron

Daja, eine Christin, aber im Haus des Juden Cornelia Kempers

Ein Tempelherr Niklas Bruhn

Al-Hafi Oliver Meskendahl

Der Patriarch Klaus Fischer

Ein Klosterbruder Johannes Bussler

Volk Projektgruppe Nathan

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