URAUFFÜHRUNG: ÜBER GOTT UND DIE WELT - Ein Tanz- und Theaterprojekt im Schauspielhaus Bochum

Premiere am 1. Dezembern 2016 im Theater Unten. -----Was denkst du, wie ist die Welt entstanden? Ein Urknall, glaub ich. Am Anfang? Da war doch das Wort, im Namen des Barmherzigen. Und Gott schuf Himmel und Erde. Seid ihr euch sicher? Ich denke schon. Was, wenn es anders wäre? Und spielt das eine Rolle? Acht Jugendliche geben ihre ganz eigenen Antworten auf jene Frage, die die Geschichte der Menschheit seit jeher bewegt: „Sag, wie hast du’s eigentlich mit der Religion?“
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Was daraus folgt, rührt immer auch an individuellen Lebensentwürfen. Und ruft nicht zuletzt die unlösbare Frage auf den Plan: Kann es (d)einen Gott neben meinem geben? Kann deine Überzeugung neben meiner bestehen? Wie offen sprichst du (mit mir) darüber? Mit Tanz als eigenständiger Sprache und Ausdrucksform und unter Einbeziehung biografischer Texte begegnen die Jugendlichen Fragen zu Atheismus und Religion, Glauben, Intuition und Erfahrung.

Vor drei Jahren, entwickelte Martina van Boxen zusammen mit jungen Erwachsenen aus Bochum, minderjährigen Flüchtlingen aus der ganzen Welt und Jugendlichen aus betreuten Wohngruppen das Tanz- und Theaterstück „Da-Heim“, das vor dem Hintergrund von Heimat, Familie, Flucht und Vertreibung vom Da-Heim-Sein erzählte. Die erfolgreiche Aufführung wurde 2014 zum Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele 2014 eingeladen. Mit dem Nachfolgeprojekt „Über Gott und die Welt“ stellen sich Regisseurin Martina van Boxen, Choreograf Arthur Schopa und eine Gruppe junger Menschen jetzt den Fragen des Glaubens.

Martina van Boxen, *1960, ist seit 2005 Leiterin des Jungen Schauspielhauses. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und tourten auf Festivals im In- und Ausland. Zuletzt inszenierte sie „Däumelinchen“ nach dem Märchen von Hans Christian Andersen und „Co-Starring“ von Theo Fransz. Außerdem arbeitet sie in ihren Produktionen regelmäßig mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Arthur Schopa, *1983, ist Tänzer, Choreograf und Trainer. Er arbeitete u. a. für Irina Pauls, Sabine Seume, IP-Tanz in Köln, Theater der Klänge in Düsseldorf und Cocoon Dance in Bonn, realisiert zahlreiche eigene Produktionen und war vielfach zu internationalen Gastspielen eingeladen. 2012 war er Mitbegründer des FREIraum Ensemble in Köln. Am Schauspielhaus Bochum entwickelte er u. a. die choreografischen Elemente für Martina van Boxens Inszenierung „Der Plan von der Abschaffung des Dunkels“.

Künstlerische Leitung: Martina van Boxen (Regie), Arthur Schopa (Choreografie)

Bühne& Projektionen: Michael Habelitz

Kostüme: Esther van de Pas

Musik: Manuel Loos

Dramaturgie: Eva Bormann

Mit den Jugendlichen Tharshan Abrolat, David Attenberger, Jana Deppe, Elodie Forget, Malina Hoffmann, Carina Langanki, Gedeon Mfebe, Zeynep Topal

Die nächsten Vorstellungen: 3., 6., 7. & 21. Dezember 2016

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