Die Achse der Guten – Neues amerikanisches und britisches Drama im Nationaltheater Mannheim

Den Anfang der amerikanisch-britischen Reihe macht DER ANDERE ORT (Deutschsprachige Erstaufführung) von Sharr White, Premiere am 27. Oktober um 19.00 Uhr im Schauspielhaus. -----DER ANDERE ORT, das ist der Ort, an dem die Neurologin und Wissen­schaftlerin Juliana Smithton jahrelang mit ihrem Mann Ian, einem Onkologen, und ihrer Tochter Laurel lebte.
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Doch nun gerät ihr Leben aus den Fu­gen: Sie befürchtet, an einem Gehirntumor erkrankt zu sein. Szenen aus ihrem gegenwärtigen Leben mit Ian mischen sich mit der Vergangenheit und immer wiederkehrenden Erinnerungen von einem Kongress in St. Thomas auf den Virgin Islands, wo sie einen Vortrag über ein neu entwickel­tes Medikament halten sollte. Während ihres Vortrags erweckt eine junge Frau im gelben Bikini ihre Aufmerksamkeit. Unter all den ande­ren Anzugträgern sticht sie merkwürdig hervor. In diesem intelligent konstruierten Stück nimmt Sharr White den Zuschauer mit auf die Suche nach der geheimnisvollen Unbekann­ten im gelben Bikini – und erst in der letzten Szene bekommt man den Schlüssel zu Julianas Schicksal …

Sharr White wuchs in Orange County in Kali­fornien auf. Er schrieb unter anderem folgende Stücke: Sunlight, Six Years und zuletzt Annapurna. DER ANDERE ORT wurde am The Lark Play Development Center in New York ent­wickelt und hatte im März 2011 Premiere am MCC Theater in New York. 2006 erhielt Sharr White das New York Foun­dation for the Arts Stipendium, 2009 den Skye Cooper New American Play Prize für Sunlight und 2010 den Playwrights First Award für DER ANDERE ORT.

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski – Bühne: Florian Etti – Kostüme: Janine Werthmann – Musik: Hans Platzgumer – Video: William Cusick - Dramaturgie: Katharina Blumenkamp

mit Sabine Fürst, Ragna Pitoll, Thomas Meinhardt, Sven Prietz

Nächste Vorstellung am 30. Oktober 2011

Das Schauspiel in Mannheim präsentiert in dieser Spielzeit fünf deutschsprachige Erstaufführungen amerikanischer und britischer Dramatik. Darunter neue Stücke von bekannten Autoren wie Tony Kushner und Martin McDonagh, aber auch Entdeckungen wie Sharr White und Jack Thorne.

Martin McDonagh ist britischer Dramatiker und Filmregisseur. Seine Stücke wie z.B. die beiden Trilogien The Leenane Trilogy und The Aran Island Trilogy machten ihn als Autor bekannt. 2008 führte er Regie bei seinem ersten Spielfilm Brügge sehen… und sterben?, für den er auch das Drehbuch schrieb. Sein Stück Eine Enthandung in Spokane ist ab 23. November am Nationaltheater zu sehen.

Tony Kushner schrieb für Steven Spielbergs Film München das Drehbuch und schrieb Erfolgsstücke wie Angels in America: A Gay Fantasia on National Themes, für das er u.a. Pulitzer Preis und zwei Tony Awards erhielt. Sein Stück The Intelligent Homosexual´s Guide to Capitalism and Socialism with a Key to the Scriptures in der Regie von Schauspieldirektor Burkhard C. Kosminski kommt als Deutschsprachige Erstaufführung am 21. Januar auf die Bühne. Im Juli folgt Tiny Kushner - eine Reihe von Einaktern, die im Studio zu sehen sein werden.

Der Brite Jack Thorne schreibt für Radio, Theater und Film. Sein Monolog Bunny in der Inszenierung von Nicole Schneiderbauer, Regieassistentin am Nationaltheater Mannheim, hat am 1. Dezember Premiere im Studio.

Den Anfang der Reihe macht Sharr Whites Der Andere Ort.

Kartentelefon: 0621 – 16 80 150; www.nationaltheater-mannheim.de

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