Sommertheater: "Zorro", Mantel-und-Degen-Abenteuer im Küchwald, Städtische Theater Chemnitz

Premiere: 11. Juni 2016, 17.00 Uhr auf der Küchwaldbühne Chemnitz. -----Im Sommer 2016 ist es wieder soweit: Zeit für große Helden, Legenden und spannende Abenteuergeschichten unter freiem Himmel. Zorro übernimmt das Regiment. Hoch zu Pferd lehrt er in seinem Kampf für Gerechtigkeit die kleinen und großen Schurken das Fürchten.
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Don Diego de la Vega lebt zurückgezogen und allein auf seiner Hazienda, er führt ein recht normales und unscheinbares Leben. Seine schüchternen Bemühungen, das Herz der schönen Maria zu erobern, sind bisher gescheitert. Ihr größeres Interesse gilt dem schwarzen Unbekannten, der als Zorro, mit Degen und hoch zu Pferd, als Rächer des Volkes allen Geschundenen zur Seite steht und immer da auftaucht, wo es Probleme zu lösen gilt. Als Markenzeichen hinterlässt er bei seinen Gegenspielern stets ein geritztes „Z“ für Zorro und lässt so die Mächtigen erzittern und die Armen hoffen.

Seine größten Gegenspieler sind der korrupte Capitano Alejandro Ibanez und sein Hauptmann Gonzales, die das kleine mexikanische Dorf tyrannisieren und mit üblen Tricks horrende Steuern eintreiben. Keine Machenschaften sind ihnen zu schlecht, um für Unterdrückung, Angst und Schrecken zu sorgen. Wird es Zorro dennoch gelingen, die Feinde zu schlagen? Wird das Rätsel gelöst, wer hinter der mysteriösen Maske steckt, und wird es Don Diego de la Vega dennoch gelingen, Marias Herz zu erobern? In einer spannenden Abenteuergeschichte werden Groß und Klein diesen Geheimnissen auf die Schliche kommen.

Der Autor Johnston McCulley erschuf Zorro (spanisch: Fuchs) als Held eines Groschenromans: „Der Fluch von Capistrano“. Als Vorbild dienten höchstwahrscheinlich südamerikanische Unabhängigkeitskämpfer aus der Zeit des Kriegs gegen die spanische Kolonialherrschaft. Die Geschichte erschien 1919 in fünf Ausgaben des amerikanischen „Pulp Magazins“. Nach der erfolgreichen ersten Verfilmung im Jahr 1920 verfasste McCulley mehr als 60 weitere Zorro-Abenteuer. Der Autor und Regisseur Thorsten Duit hat aus diesem Material eine spannende und zugleich witzige Theaterfassung für die ganze Familie gemacht.

Das Regieteam

Silke Johanna Fischer (Regie) arbeitete als Bürokauffrau, in der Altenpflege und in der niederschwelligen Drogenarbeit, bevor sie nach Berlin zog und Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Isländisch an der Freien und an der Humboldt Universität studierte. Nebenher engagierte sie sich bei zahlreichen Bühnen und freien Projekten, u. a. als Regie- und Produktionsassistentin für das Gefängnistheaterprojekt „EastWestSideStory“ mit inhaftierten Jugendlichen. 2010 bis 2013 arbeitete sie am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau als Regieassistentin und inszenierte u. a. „Der Diener zweier Herren“, „Hamletmaschine“ und „In 80 Tagen um die Welt“ in einer eigenen Fassung nach Jules Verne. Von 2013 bis zum Sommer 2015 war sie als Regieassistentin am Schauspiel Chemnitz engagiert und inszenierte hier das Gewinnerstück des Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik 2014 „Die Erben des Galilei“ von Martin Bauch sowie „Gegen die Liebe“ und „In Transit – Vom Ende der Kindheit“. Seither arbeitet sie als freischaffende Regisseurin und ist auch als Sound-Designerin, Schlagzeugerin, Sängerin, Videokünstlerin, Schauspielerin und Bühnenbildnerin tätig. In dieser Spielzeit hat sie bereits Heiner Müllers „Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei“ am Schauspiel Chemnitz inszeniert.

Barbara Blaschke (Bühne und Kostüme) absolvierte von 1986 bis 1989 eine Ausbildung zur Bühnenbild-Assistentin am Landestheater Dessau und am Elbe-Elster-Theater Wittenberg. 1989 bis 1994 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Fachrichtung Bühnen- und Kostümbild. Anschließend arbeitete sie 1994 bis 1996 als Bühnenbildassistentin sowie 1996 bis 1999 als Bühnen- und Kostümbildnerin am Staatsschauspiel Dresden. Seit 1999 ist sie freiberuflich als Bühnen- und Kostümbildnerin tätig und hat seit 2001 ihr Atelier auf Schloss Batzdorf. Ihre Ausstattungen waren u. a. am Staatsschauspiel Dresden 1995 in „Scacco pazzo“, 1997 in „Revanche“ und 2000 in „Das kalte Herz“ zu sehen. Für das Schauspiel Chemnitz war sie 1994 für „Arsen und Spitzenhäubchen“ und am Theater Görlitz 1997 für „Bajazzo“, 1998 für „Ritter Blaubart“, 2002 für „Don Pasquale“ sowie 2005 für „Madame Butterfly“ zuständig. Zudem kreierte sie Ausstattungen u. a. an den Landesbühnen Sachsen, an der Komödie Dresden, am Theaterkahn Dresden, bei den Barockfestspielen Batzdorf, beim Bachfest Leipzig, am Neuen Theater Halle, am Landestheater Detmold und am Mainfrankentheater Würzburg. Mit der Ausstattung für die Küchwaldbühne Chemnitz hat Barbara Blaschke bereits gute Erfahrung gemacht – 2014 schuf sie die Bühne und Kostüme für „Pipi Langstrumpf“.

Bühnenfassung von Thorsten Duit (für Kinder ab 5 Jahren)

Regie: Silke Johanna Fischer

Bühne und Kostüme: Barbara Blaschke

Musik: Steffan Claußner

Mit: Jan Gerrit Brüggemann (Zorro / Don Diego de la Vega), Susanne Stein (Mutter Theresa), Marko Bullack (Don Filipo Domingo), Ulrike Euen (Donna Montserrat Domingo), Stella Goritzki (Maria, ihre Tochter), Dominik Förtsch (Capitano Alejandro Ibanez), Martin Valdeig (Conzales, Hauptmann), Christian Ruth (Richter Grandes), Lysann Schläfke (Ana, Wirtin der Taverne), Paul-Louis Schopf (Miguel, Bauer und Vertrauter de la Vegas), Christopher Schulzer (Juan Velazquez, ein Bauer), Anna Bertram (Anita, seine Frau)

12.06.2016

Sonntag

17:00 Uhr

15.06.2016

Mittwoch

10:00 Uhr

16.06.2016

Donnerstag

10:00 Uhr

17.06.2016

Freitag

19:00 Uhr

21.06.2016

Dienstag

10:00 Uhr

22.06.2016

Mittwoch

10:00 Uhr

23.06.2016

Donnerstag

10:00 Uhr

24.06.2016

Freitag

19:00 Uhr

25.06.2016

Samstag

17:00 Uhr

26.06.2016

Sonntag

17:00 Uhr

29.06.2016

Mittwoch

10:00 Uhr

30.06.2016

Donnerstag

10:00 Uhr

01.07.2016

Freitag

10:00 Uhr

02.07.2016

Samstag

17:00 Uhr

03.07.2016

Sonntag

17:00 Uhr

In diesem Jahr wird das Ensemble dank der finanziellen Unterstützung durch die Firma Gunter Hüttner + Co. GmbH Bauunternehmung mit ganz besonderen Gäste bereichert: das Ferkel Angela und ein Esel vom Reiterhof Voigtländer sorgen für heftige Turbulenzen auf der Küchwaldbühne.

Zu Stück und Vorlage

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