DIE WEBER von Gerhart Hauptmann im Theater Halle

Premiere 16. September 2011, 19.30 Uhr, im neuen theater. -----Ausgangspunkt für das Drama „Die Weber“ war das unvorstellbare Elend der Weber in HauptmannsHeimatregion Schlesien, das auch 50 Jahre nach dem Aufstand der Weber keineswegs getilgt war.
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Gegenstand des Dramas war dieser dreitägige Aufstand im Juni 1844. Dessen Ursache:

fortschreitende Lohnkürzungen für die hergestellten Webwaren, die zynische Willkür und das

herablassende Verhalten einiger Unternehmer der Region gegenüber den Abhängigen. Die Weber

rächten sich mit einer systematischen Zerstörung des Eigentums dieser Unternehmer, ohne gegen die

Unternehmer selbst vorzugehen.

Heute hat sich der Abgrund zwischen Arm und Reich entschieden vergrößert und globalisiert. Und: ist

durch die Medien in jeder Form im Bewusstsein der Menschen, ohne das Gesetz dieses Dualismus

durchbrechen zu können. Jo Fabian geht es um eine bildkräftige Aufdeckung des Mechanismus

dieses Dualismus, der gegenseitigen Abhängigkeit von Arm und Reich und um ein Nachdenken über

eine mögliche andere Zukunft.

In der Inszenierung von Jo Fabian erlebt Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“ im Saale des

neuen theaters am 16. September seine Premiere. Jo Fabian gilt als Schöpfer eines ungewöhnlichen

Bildertheaters. Seit 1984 hat er in über 50 Inszenierungen ein eigenes Theaterkonzept entwickelt, das

an die französische Avantgarde der Zwanzigerjahre anknüpft und auf wesentliche Elemente des

Surrealismus zurückgreift. Er durchbricht in seinen künstlerischen Arbeiten konsequent die

Genregrenzen zwischen Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation.

Um seine eigene Theaterästhetik realisieren zu können, hat er verschiedene künstlerische

Ausdrucksformen konsequent weiterentwickelt, überlagert und verwoben. So arbeitet er als Autor,

Regisseur, Choreograph, Bühnen- und Kostümbildner, Lichtdesigner, Komponist, Videokünstler,

Theaterproduzent, Zeichner und Programmierer.

Regie und Bühne: Jo Fabian

Kostüme: Pascale Arndtz

Mit: Petra Ehlert (Mutter Baumert), Stella Hilb (Luise), Barbara Zinn (Frau Heinrich), Wolf Gerlach

(Bäcker), Stanislaw Brankatschk (Der alte Baumert), Andreas Range (Der alte Hilse), Jörg Simonides

(Heiber), Peer-Uwe Teska (Der alte Wittig), Jonas Schütte (Reimann), Maximilian Wolff

(Weber/Welzel), David Kramer (Dreißiger, Fabrikant), Anne Thiemann (Frau Dreißiger), Peter W.

Bachmann (Pfeifer, Expedient), Hilmar Eichhorn (Kittelhaus, Pastor), Joachim Unger (Kutsche,

Gendarm), Karl-Fred Müller (Moritz Jäger)

Die nächsten Vorstellungen: 17., 29. und 30.9.2011, jeweils 19.30 Uhr

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