DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE von Jean-Paul Sartre im Schauspielhaus Zürich

Premiere: Mittwoch, 13.5.2015, 20 Uhr, Pfauen. -----Mit DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE lieferte Jean-Paul Sartre der Welt unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs ein postheroisches Polit-Epos, welches auf die Fragen nach Richtig und Falsch keine Antworten gibt.
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Stattdessen geht es um den Preis der Macht und die Veränderbarkeit der Welt. Das Stück erlebte 1948 am Schauspielhaus Zürich seine deutschsprachige Erstaufführung und ist nun - 67 Jahre später - wieder im Pfauen zu sehen.

Ein fiktiver Balkanstaat namens Illyrien im Zweiten Weltkrieg. Der Staat wird von den Deutschen besetzt. Hugo, ein Bürgerssohn und ver-wöhnter Sprössling, hat noch nie mit seinen Händen gearbeitet. Er tritt der kommunistischen Partei bei, um sich über die Tat zu beweisen und „zu spüren, dass er lebt“. Sein Ideal: der Sieg der Ideen. Von der Parteileitung wird er beauftragt, Hoederer zu töten, der als Parteise-kretär unter Verdacht steht, mit dem faschistischen Feind zu kooperie-ren. Gemeinsam mit seiner Freundin Jessica wird Hugo in die Zentrale der Macht geschleust, wo er auf seinen Gegner trifft. Doch statt zur Tat zu schreiten, gerät er in den Bann des charismatischen Anführers. Hoederer schliesst ein Zweckbündnis mit dem Feind, um „Menschenleben zu retten“, wie er behauptet. Liebt Hugo wiederum die Menschen oder zerstört er sie, wenn er für seine Prinzipien einsteht? Gehören Engagement und Empörung in die Welt der politischen Praxis? Erst als Hoederer

Jessica verführt, schiesst Hugo – und versucht danach, die Tat als politisch zu legitimieren.

Stefan Pucher, 1965 in Giessen geboren, studierte Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt. Er erarbeitete verschiedene Performance-Projekte, so am TAT in Frankfurt am Main und mit der britischen Gruppe „Gob Squad“. Pucher inszenierte u.a. am Theater Basel, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an der Volksbühne Berlin, den Münchner Kammerspielen und am Schauspielhaus Zürich, wo er von 2000 bis 2004 Hausregisseur war. Seine in dieser Ära entstandenen Inszenierungen von Tschechows „Drei Schwestern“, Shakespeares „Richard III.“ und Max

Frischs „Homo Faber“ wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, ebenso seine Inszenierung von William Shakespeares „Der Sturm“ an den Münchner Kammerspielen (2008). Am Schauspielhaus Zürich inszenierte Stefan Pucher zuletzt Georg Büchners „Woyzeck“.

Regie Stefan Pucher

Bühne Barbara Ehnes

Kostüme Marysol del Castillo

Musik Christopher Uhe

Video Meika Dresenkamp

Licht Frank Bittermann

Dramaturgie Andreas Karlaganis

Mit:

Hoederer Robert Hunger-Bühler

Hugo Jirka Zett

Olga Isabelle Menke

Jessica Henrike Johanna Jörissen

Louis / Slick / Karsky Milian Zerzawy

Charles / George / der Prinz Johannes Sima

Weitere Vorstellungen im Pfauen

15./ 19./ 20./ 21./ 26. Mai, jeweils 20 Uhr

25. Mai, 19 Uhr

2./ 3./ 4./ 20. Juni, jeweils 20 Uhr

7./ 21. Juni, 15 Uhr

28. Juni, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen in der kommenden Spielzeit 2015/2016 sind in Planung.

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