Giacomo Meyerbeer, L’AFRICAINE, Mainfranken Theater Würzburg

Premiere: 25. September 2011 | 19.30 Uhr | Großes Haus. -----In einer Zeit der Entdeckungsreisen, Eroberungen und Faszination nach Allem, was fremd und exotisch erscheint, sehnt sich der portugiesische Schiffsoffizier Vasco de Gama danach, den Seeweg nach Indien zu entdecken, um so den Nimbus der Unsterblichkeit zu erlangen.
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Eines Tages gelangt er zu einer Insel im Indischen Ozean, deren Königin Sélika sich Hals über Kopf in den Seefahrer verliebt. Nélusko, der treue Diener der Königin, empfindet für seine Herrin mehr als nur Ehrfurcht und Achtung. Und auch Vasco hat eine weitere Verehrerin in der Gestalt von Inès – der Tochter des Generals Don Diégo. Als alle aufeinander treffen, werden sie hineingerissen in einen gefährlichen Strudel aus enttäuschter Liebe und Rache, Fernweh und Fremdenhass, Zärtlichkeit und Gewalt.

Giacomo Meyerbeer war um die Mitte des 19. Jahrhunderts der erfolgreichste Opernkomponist weltweit. Mit seinen für die Pariser Oper komponierten Werken „Robert le diable“, „Les Huguenots“, „Le Prothète“ und „L’Africaine“ gelang es ihm, ein ebenso packendes wie intelligentes Modell eines zukunftweisenden Musiktheaters zu entwickeln. Anlässlich der Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“ veranstaltet das Mainfranken Theater Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikforschung der hiesigen Julius-Maximilians-Universität und dem Meyerbeer-Institut einen Kongress, der Einblicke in die Inszenierung und in Leben und Werk des einst hoch verehrten Komponisten geben wird.

Regisseur Gregor Horres erregte bundsweit immer wieder Aufsehen mit seinen Inszenierungen zeitgenössischen Musiktheaters wie etwa Wolfgang Rihms „Oedipus“, der deutschen Erstaufführung von Friedrich Cerhas „Der Riese vom Steinfeld“ an den Vereinigten Bühnen und „Das Gesicht im Spiegel“ von Jörg Widmann an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Am Mainfranken Theater Würzburg inszenierte er in der Spielzeit 2006/07 „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti.

Text von Eugène Scribe und Charlotte Birch-Pfeiffer, in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Enrico Calesso

Inszenierung: Gregor Horres

Bühne: Jan Bammes

Kostüme: Jan Bammes

Choreinstudierung: Markus Popp

Dramaturgie: Christoph Blitt

Don Pédro, Präsident des Rats des Königs

von Portugal: Johan F. Kirsten

Don Diégo, Admiral, Mitglied des Rats: Paolo Ruggiero a. G.

Inès, seine Tochter: Nathalie de Montmollin

Vasco de Gama, Marineoffizier: Paul McNamara a. G.

Don Alvar, Mirglied des Rats: Yong Bae Shin

Der Großinquisitor von Lissabon: Jörn E. Werner a. G.

Nélusko, Sklave: Adam Kim a. G.

Sélika, Sklavin: Karen Leiber

Der Oberpriester des Brahma: Paolo Ruggiero a. G.

Anna, Begleiterin der Inès: Sonja Koppelhuber / Anneka Ulmer

Ein Ratsdiener: Kenneth Beal

Ein Priester: Deuk-Young Lee

Ein Matrose: David Hieronimi

Opernchor, Extrachor und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg

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