Uraufführung: DAS MÜNSTER-PROTOKOLL .... EIN HEIMATABEND

im Wolfgang Borchert Theater in Münster Premiere A | Donnerstag, 1.5. | 20 UhrPremiere B | Samstag, 3.5. | 20 UhrDie 68er und der Deutsche Herbst - Spurensuche

Es ist noch nicht lang her, da setzte sich die Studentenschaft der Universität Münster energisch gegen die Einführung von Studiengebühren zur Wehr. Waren Münsters StudentInnen schon immer politisch so aktiv? Wie war das damals, 1968, als in Berlin und Frankfurt an den Unis "der Bär tobte"? Schließlich studierte Ulrike Meinhof in Münster . . . Als in Göttingen nach dem Buback-Mord durch die RAF der Mescalero-Aufruf erschien, da war die Nation außer Rand und Band. Was geschah da in Münster? Was spielte sich im berühmt-berüchtigten Hotel Kronenburg ab?

Drei Schauspieler machen es sich zur „Kampf“- Aufgabe, die „wilden Jahre“ in der BRD, speziell in Münster, etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei schlüpfen sie in die unterschiedlichsten Rollen, wälzen immense Berge an Material und durchschreiten die politisch aufregendste Zeit unseres Landes auf eine faszinierend spielerische Art und Weise.

Aus dem großen Fundus persönlicher Erinnerungen, Schriften, Zeitdokumenten und der spielerischen Umsetzung, konzipiert sich ein intermediales Gesamtkunstwerk, das die Grenzen üblicher Theaterereignisse sprengt - ein Mix aus Dokumentation, Fiktion und Collage, aus Spiel und Authentizität entsteht.

Nach dem Motto „Sagen lassen sich die Leute Nichts, erzählen alles“ erinnern sich die Drei an spannende Begegnungen mit Münsteranern und lassen politische Ikonen der Zeit wieder auferstehen. – Das Geschichtserlebnis der besonderen Art!

Regie führt der ehemalige Künstlerische Leiter der Ruhrfestspiele Recklinghausen [1983-91] Wolfgang Lichtenstein, der bereits durch seine Inszenierungen von Sartres GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT und Becketts GLÜCKLICHE TAGE in Münster hervorgetreten ist.

Inszenierung & Konzeption | Wolfgang Lichtenstein

Ausstattung | Elke König

Komposition | Wolfgang Florey

Mitwirkende | Florian Bender | Anja Bilabel | Konrad Haller

Posaune | Rima Ideguchi

Weitere Artikel