HERRMANN'S BATTLE KLEIST VON RIMINI PROTOKOLL (HELGARD HAUG UND DANIEL WETZEL) IM RAHMEN DES KLEIST-JAHRES 2011

PREMIERE 20.10.2011, KLEIST FORUM, FRANKFURT (ODER) HAU 2, BERLIN, 14. – 18.11.2011STAATSSCHAUSPIEL DRESDEN, 02. und 03.12.2011FRANKREICH, COMÉDIE DE REIMS, 15. und 16.12.2011
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Ausgangspunkt für das Stück „Herrmann's Battle“ ist der Krieg – ein zentrales Motiv im OEuvre Heinrich von Kleists, das bei dem Dichter gleichermaßen Faszination wie Zweifel hervorrief. Anhand von Kleists literarischer Auseinandersetzung mit den militärischen Konflikten seiner Zeit untersucht das Theaterprojekt, welche Brisanz sein künstlerisches Erbe für den zeitgenössischen Diskurs besitzt und inwieweit das digitale Informationsnetz des 21. Jahrhunderts einen Schauplatz für künftige Kriege abgeben kann: Bereits in gegenwärtigen Konfl ikten, in denen Cyberangriffe auf operative Systeme unternommen werden, kommt der vernetzten Informationstechnik eine wichtige militärische

Bedeutung zu – bei Angriffen auf Logistiksysteme, auf Schaltstellen industrieller Anlagen ebenso wie bei Hacker-Attacken auf feindliche Serververbünde oder Drohnen. Für das Theaterprojekt „Herrmann's

Battle“ arbeiten Rimini Protokoll unter anderem mit Experten für gegenwärtige digitale Kriegsstrategien und Szenarien künftiger Kriegsführung zusammen. Entlang von Passagen aus Kleists Werk setzen sie

klassische und moderne Theorien des Krieges in Dialog zueinander.

Künstlerische Leitung: Helgard Haug und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll)

mit: Barbara Bishay (Facebook-Counter-Revolutionärin), Remzija Suljić (mutige Frau aus Srebrenica),

Nathan Fain (Hardware Reverse Engineer), Peter Glaser (CCC Veteran, Poet) u.a.;

Recherche und Dramaturgie: Sebastian Brünger, Recherche und Regieassistenz: Juliane Hahn, Mitarbeit: Mathilde Benignus und Jonas Heldt, Musik: Christian Schöfer, Bühne: Folke Köbberling und Martin Kaltwasser, Licht, Video, Bühnen-Mitarbeit: Marc Jungreithmeier, Produktionsleitung: Katja Sonnemann.

Eine Produktion von Rimini Apparat in Koproduktion mit dem Hebbel am Ufer, Berlin, dem Staatsschauspiel Dresden und der Comédie de Reims / Reims Festival Scènes d‘Europe.

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