"Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny // Oper in drei Akten von Kurt Weill (1930), Text von Bertolt Brecht, Theater Halle

Premiere am 21. Januar um 19.30 Uhr in der Oper Halle. -----Eine Stadt mitten in der Wüste, Goldsucher, Prostituierte, Kriminelle, ein Hurrikan – wie in einem bösen Wild-West-Märchen vom Kapitalismus erscheint die Welt in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Brecht und Weill verzerren unsere Wirklichkeit, damit sie besser kenntlich werde: Was dem geraden Blick nicht gelingt, erreicht vielleicht der schiefe.
22026

So verwandeln sie ökonomische Krisen in Wirbelstürme und zeigen Unternehmer als Verbrecher. Die Liebe ist immer auch Prostitution und das größte Verbrechen ist – ganz klar – kein Geld zu haben. Mahagonny meint nicht den Ausnahmezustand, den Exzess oder die Entgleisung einer Gesellschaft, sondern ihren ideologisch verstellten Normalzustand.

Michael v. zur Mühlen, seit der Spielzeit 2016/17 Chefdramaturg der Oper Halle und Mitglied der Opernleitung zeichnet für die Inszenierung verantwortlich und setzt damit seine intensive Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht fort. Er inszenierte bisher sowohl im Musiktheater wie im Schauspiel u.a. an der Oper Leipzig, der Staatsoper Berlin, dem DT Göttingen, dem Nationaltheater Weimar und dem Staatstheater Darmstadt.

Es spielt die Staatskapelle Halle unter der musikalischen Leitung von Christopher Sprenger, der seit dieser Spielzeit 1. Kapellmeister der Staatskapelle Halle ist. Sprenger wirkte vor seinem Engagement in Halle als Kapellmeister am Oldenburgischen Staatstheater und der Oper Bonn. In über 500 Vorstellungen leitete er dort viele der großen Bühnenklassiker sowie zahlreiche Konzerte. Gastierend dirigierte er in Regensburg, Koblenz und Wiesbaden sowie u. a. beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, den Niederrheinischen Sinfonikern und der Klassischen Philharmonie Bonn.

Musikalische Leitung: Christopher Sprenger

Regie: Michael v. zur Mühlen

Bühne und Kostüme: Christoph Ernst

Video: Vincent Stefan

Choreinstudierung: Peter Schedding

u. a. mit Svitlana Slyvia (Leokadja Begbick), Philipp Werner (Fatty, der »Prokurist«), Ki-Hyun Park (Dreieinigkeitsmoses), Ines Lex (Jenny Hill), Ralph Ertel (Jim Mahoney), Robert Sellier (Jack O‘ Brien), Vladislav Solodyagin (Joe, genannt »Alaskawolfjoe«)

Weitere Vorstellungen am: 27. / 29. Jan., 1. Febr., 24. März , 9. / 15. Apr ., 19. Mai 2017

Weitere Artikel