Gaetano Donizettis "Don Pasquale" in der Wiener Staatsoper

Premiere am 26. April 2015, 19.00 Uhr. -----Es sind die heiteren Figuren, die an die italienische Stegreifkomödie, die comedia dell’arte erinnern: Hier eine junge, kapriziöse Frau, die mit Selbstbewusstsein und Witz einen älterlichen Möchtegern-Liebhaber an der Nase herumführt. Dort der in Wahrheit passende Liebhaber und dazwischen ein gewiefter Ränkeschmied.
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Der alte, wohlhabende, aber geizige Junggeselle Don Pasquale will seinen Neffen Ernesto verheiraten: mit einer wohlhabenden Frau. Doch Ernesto zieht die junge, mittellose Witwe Norina vor, die ihn liebt. Doch obwohl Don Pasquale Norina nie gesehen hat, lehnt er diese Ehe ab – und jagt Ernesto kurzerhand aus dem Haus. Niedergeschlagen schreibt dieser seiner Geliebten Norina einen Abschiedsbrief. Doch Norina gibt Ernesto nicht auf ...

Don Pasquales neuer Plan lautet nun selbst zu heiraten – und sein Freund Dr. Malatesta soll ihm dabei behilflich sein. Dieser allerdings hält zu Ernesto und fädelt ein Verwirrspiel ein, bei dem Norina und Ernesto mitspielen: Norina wird dem alten Junggesellen als Malatestas wohlerzogene, im Kloster groß gewordene Schwester Sofronia präsentiert. Don Pasquale ist von diesem stillen, tugendhaften Geschöpf hingerissen – und geht mit ihr eine von Malatesta inszenierte Scheinehe ein (die Don Pasquale für echt hält). Unmittelbar nach der Trauung ändert Sofronia (=Norina) ihr Verhalten. Sie wird zur verschwenderischen, lieblosen, schnippischen Xanthippe, die Pasquale terrorisiert und ihn – offenbar – betrügt. Um sie wieder aus dem Haus zu treiben, will Don Pasquale seinen Neffen Ernesto, ausgestattet mit einer reichen Mitgift, mit (der ihm immer noch scheinbar unbekannten) Norina bei sich aufnehmen. Da wird ihm die wahre Identität Sofronias aufgedeckt. Er muss lernen: Ältere Semester sollen jüngere Frauen besser nicht umwerben …

Gaetano Donizetti hat mit seinem Don Pasquale einen Unterhaltungsklassiker geschaffen, der seit jeher den größten Sängern und Darstellern eine entsprechende Bühne bot. Seit drei Jahrzehnten nicht mehr am Spielplan der Wiener Staatsoper kehrt nun dieses heitere und spritzige Werk wieder ins Haus am Ring zurück.

Jesús López-Cobos | Dirigent

Irina Brook | Regie

Noëlle Ginefri-Corbel | Bühne

Sylvie Martin-Hyszka | Kostüme

Arnaud Jung | Licht

Martin Buczko | Choreographie

Sophie Petit | Regieassistenz

Loriana Casagrande | Bühnenbildassistenz

Magali Perrin-Toinin | Kostümassistenz

Michele Pertusi | Don Pasquale

Juan Diego Flórez | Ernesto

Alessio Arduini | Dr. Malatesta

Valentina Naforniţa | Norina

Wolfram Igor Derntl | Notar

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