DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG von Richard Wagner - Staatstheater Mainz:

Premiere am 26. April 2015 um 16 Uhr im Großen Haus. -----Johannistag, die Stadt bereitet sich auf ein gesellschaftliches Großereignis vor: Die Meistersinger – Handwerker, die gleichzeitig der regelreichen Singkunst nachgehen und das kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Stadt bilden — präsentieren sich und ihre Kunst in einem öffentlichen Preissingen.
18663

In diesem Jahr hat der reichste Bürger, Veit Pogner, die Hand seiner Tochter Eva als Gewinn ausgelobt. Doch Eva hat sich schon in den Neuankömmling Stolzing, einen verarmten Adligen, verliebt — und er sich in sie. So wirft Stolzing seinen Hut in den Ring, bewirbt sich um Beitritt in der Meistersingerzunft… und scheitert. Sein Kontrahent, der Stadtschreiber Beckmesser, weist ihm wortreich jeden kleinsten Fehler nach: Nur nach jahrelangem Training könne man das komplizierte Regelwerk verstehen und nicht „versingen“. Stolzing will nun mit Eva fliehen, doch Hans Sachs, der volksnaheste der Meistersinger, hat in dem revolutionären Naturgenie den Retter für das verstaubt-eingerostete Regelsystem entdeckt. Trotz seiner eigenen Liebe zu Eva unterrichtet Sachs Stolzing — und dieser kann schließlich das Preissingen gewinnen.

Richard Wagners komische Oper (ein Untertitel, den er später wieder strich) ist eine von liebevollen Details durchzogene Reflexion über Innovation und Tradition in der Kunst. Und eine Hommage an das „Goldene Mainz“ — schließlich schrieb Wagner das Vorspiel zur Oper mit Blick auf die Silhouette der Stadt von seinem Heim auf Zeit im rechtsrheinischen Biebrich. Und nicht zuletzt war die mittelalterliche Meistersingertradition, unter anderem durch den legendären Meistersinger Muskatblüt, ein wichtiger Bestandteil der Mainzer Kulturgeschichte.

Regisseur Ronny Jakubaschk erzählt die Geschichte von einem in den eigenen Regeln und Gesetzen erstarrten System, das neu belebt und weiterentwickelt wird.

Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Inszenierung:

Ronny Jakubaschk , Ausstattung: Matthias Koch, Licht:

Alexander Dölling, Chor: Sebastian Hernandez-Laverny,

Dramaturgie: Lars Gebhardt

Hans Sachs: Derrick Ballard

Veit Pogner: Ks. Hans-Otto Weiß

Kunz Vogelgesang: Max Friedrich Schäffer

Konrad Nachtigall: Johannes Held

Sixtus Beckmesser: Heikki Kilpeläinen

Fritz Kothner: Peter Felix Bauer

Balthasar Zorn: Christopher Kaplan

Augustin Moser: Scott Ingham

Ulrich Eisslinger: Karsten Münster

Hermann Ortel: Manos Kia

Hans Foltz: Stefan Bootz

Hans Schwarz: Georg Lickleder

Walther von Stolzing: Alexander Spemann

David: Michael Pegher

Eva: Vida Mikneviciute

Magdalene: Linda Sommerhage

Lehrbuben: Carolin Löffler, Jina Oh, Carmen Seibel,

Marie Seidler; Frederik Bak, Daniel Dewald,

Kay Freudenreich, Andreas Gieringer, Leonhard Hell,

Raoni Hübner, Johannes Mayer, Johannes Melchior,

Adrian Möller, Gregor Möller, Lars Neeb, Martin

Pfeiffer, Lukas Werner

Chor und Extrachor des Staatstheater Mainz

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Die nächsten Vorstellungen: 3., 10., 17., 25. und 31.5.

sowie 4.und 7.6.2015

Weitere Artikel