„Früchte des Nichts“ von Ferdinand Bruckner in Bremen

Premiere 26. April, um 20 Uhr im Neuen SchauspielhausFerdinand Bruckner widmet sich in seinem Anfang der 50er Jahre entstandenem Stück der jugendlichen Suche nach Orientierung, Sinn, Halt und Identität in einer vom gesellschaftlich-moralischen Wandel geprägten Zeit.

Einer Zeit, in der orientierungsstiftende Werte nicht mehr klar definierbar sind und jugendliches Rebellieren gegen Konventionen und Autoritäten schwer fällt.

Gert, Foss, Adi und Creszenz sind Freunde – auf der Suche nach einem Ausweg aus einer vorherrschenden Resignation. Woran sollen sie glauben? Nietzsche? Geld? Liebe? Drogen? Gott? Etwas muss geschehen und so brechen sie zusammen auf nach Italien. Weit kommen sie nicht, denn es geschieht tatsächlich etwas: Mord. Es ist einfach passiert. Und jetzt? Die Tat wirft sie aus ihren berauschten Träumen einer bahnbrechenden Zukunft zurück in ihre eigene Realität und damit in die Konfrontation mit sich selbst.

Das junge Regie-Team um den Regisseur Sebastian Schug zeigt die Probleme von Bruckners jugendlichen Figuren als zeitlos und repräsentativ für die Halbwüchsigen jedweder Generation. Für das Gefühl einer scheinbar nie enden wollenden, schmerzenden Sehnsucht und den Wunsch, der Alltäglichkeit und Beliebigkeit des Lebens zu entrinnen, findet Schug eine lebendige, junge Umsetzung, welche jede dieser intensiven Empfindungen auflodern zu lassen im Stande ist.

Dank wirkungsvoller Bilder durch das collageartige Bühnenbild von Christian Kiehl, den „angesagten“ Kostümen von Geraldine Arnold sowie dem eindrucksvollen Spiel der Schauspieler unterstützt von der live gespielten, atmosphärischen Musik von Johannes Winde wird Bruckners Stück zu einem Theaterabend arrangiert, der mit der Phantasie all jener spielt, denen die Jugend im Herzen brennt. Es spielen: Gabriele Möller-Lukasz, Varia Linnéa Sjöström, Franziska Schubert; Johannes Flachmeyer, Sven Fricke, Detlev Greisner und Christoph Rinke.

Weitere Vorstellungen finden am 27. und 29. April; 3., 14., 22., 23. und 27. Mai, jeweils im Neuen Schauspielhaus statt.

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