"Märtyrer" von Marius von Mayenburg im Nationaltheater Mannheim

Premiere am Samstag, 28. Januar, 19 Uhr, Studio Werkhaus. -----Benjamin ist ein unauffälliger Schüler bis er eines Tages nicht mehr zum Schwimmunterricht erscheint, weil die Mädchen in ihren Bikinis seine religiösen Gefühle verletzen. Sein überraschendes Coming-Out als Christ untermauert er fortan nicht nur mit seinem Bibelsprech, sondern auch mit Taten.
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Seine Lehrerin Frau Roth nimmt den pädagogischen Kampf mit dem religiösen Fanatiker auf. Im Rahmen der Schule setzt sie sich für ihn und für eine säkulare Ethik, demokratische Werte und menschliche Vernunft ein. Doch wird nicht Benjamin, sondern sie selbst immer stärker isoliert.

Marius von Mayenburgs Stück schlägt mit seiner Märtyrer-Geschichte eine Volte als Replik auf die Islamophobie des Westens. In grotesker Zuspitzung entlarvt es die Angst vor dem »Anderen« schlechthin als unbewusste Konstante einer vermeintlich toleranten Gesellschaft.

Marius von Mayenburg, geboren 1972, ist seit seinem Durchbruch 1997 ein gefragter Autor und Dramaturg. Er hat die bitterböse Komödie über jugendliche Fanatiker und die Ohnmacht der Gesellschaft 2012 als Regisseur selbst in der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin zur Uraufführung gebracht.

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Regie: Daniel Pfluger

Bühne: Flurin Borg Madsen

Kostüme: Janine Werthmann

Dramaturgie: Anne Richter

Mit Uwe Topmann, Simone Oswald, Cédric Pintarelli, Mathias Wendel, Sebastian Brummer, Monika-Margret Steger, David Benito Garcia und Helene Schmitt

Weitere Vorstellungen am 29. Januar um 20 Uhr sowie 30. und 31. Januar, jeweils um 11 Uhr

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