Uraufführung: LIEBE, FURCHT UND ANDERE DISSONANZEN, Tanzabend von Simone Sandroni

Premiere 22.10.16 / 19:30 Uhr / Stadttheater. -----Was hält die Menschen im Innersten zusammen? Zwischen Individuen, wie auch im großen Kollektiv, bilden Emotionen den Kitt oder die Kluft in Beziehungsgeflechten. Wenn der Mensch sich allein von seinen Seelenlagen leiten lässt und abseits von rationalen Erwägungen agiert, bringt dies den gesamten Körper in Schwingungen.
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TANZ Bielefeld bewegt sich gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern im ersten Tanzabend der Spielzeit 2016/17 auf der Grundfläche menschlicher Erregungen.

Vier europäische Kompositionen aus dem 20. und 21. Jahrhundert bilden den akustischen Raum und demonstrieren in ihrer Vielschichtigkeit wie impulsiv zeitgenössische Musik ist. Die Farben dieser Werke

reichen von tiefer Schwere, über folkloristische Leichtigkeit bis hin zu romantischer Lyrik: Tristan Keuris entwickelte mit der Symphonie in D (1995) ein dichtes Werk, welches ebenso zwischen elegischem

Stillstand und aufgewühlter Lebendigkeit balanciert.

Francesco Antonionis Macchine inutili (2007) zeichnet sich durch seine minimalistische Musiksprache aus, die im Kontrast dazu eine maschinelle Betrachtung forciert.

Die Verwandlung 3 (2008) von Wolfgang Rihm führt den Zuhörer durch ein stürmisches Gewitter hin zu einer filigranen Klangwelt.

György Ligetis Concert Românesc (1951) ist eine Liebeserklärung an die rumänische Volkskultur, die er bereits mit 26 Jahren zu einem tänzerischen Kurzkonzert stilisierte.

Der italienische Choreograf Simone Sandroni hat mit Beginn der Spielzeit 2015/16 als Nachfolger von Gregor Zöllig die künstlerische Leitung der Sparte Tanz am Theater Bielefeld übernommen. Sandroni

ist Mitbegründer der Tanzkompanie Ultima Vez, mit der er von 1987 bis 1992 in Brüssel arbeitete. Ab 1993 brachte er dort mit seiner eigenen Gruppe Ernesto erste eigene Choreografien zur Uraufführung. 1996 gründete er in Prag gemeinsam mit Lenka Flory die bis heute bestehende internationale Tanzkompanie Déjà Donné, die seit 2006 ihren Hauptsitz in Perugia / Italien hat. Simone Sandroni kreierte mehr als zehn Tanzabende für Déjà Donné, mit denen er in 26 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien auf Tournee ging. Simone Sandroni ist außerdem international als Gastchoreograf tätig. So schuf er neue Stücke u. a. für das Nationaltheater Prag, das Festival de Beweegin in Antwerpen, das Four Chambers Dance Project in Toronto, das Luzerner Theater, das Musikkonservatorium Bratislava, die Lublin Dance Company sowie seit 2007 regelmäßig für das Bayerische Staatsballett in München. 2009 entwickelte er für das Tanztheater Bielefeld die Choreografie The Tempting Innocence und war am 7. und 8. März 2015 bei der Tanzgala Ein Fest mit Freunden vertreten. Neben seiner choreografischen Arbeit gibt er Workshops und Meisterklassen in ganz Europa und den USA.

Choreografie

Simone Sandroni

Musikalische Leitung

Pawel Poplawski

Bühne und Kostüm

Stephan Mannteuffel

Dramaturgie

Katrin Lohbeck

Tänzer

Saori Ando, Tommaso Balbo, Hsuan Cheng, Kenan Dinkelmann, Gianni Cuccaro, Jacob Gómez Ruiz, Noriko Nishidate, Ruud Sanders, Johanna Wernmo, Elvira Zuñiga Porras

Bielefelder Philharmoniker

Die nächsten Vorstellungen:

01.11., 06.11., 10.11., 04.12., 14.12., 16.12., 20.12.16, 08.01., 13.01., 23.02.17

Karten

0521 / 51 54 54

www.theater-bielefeld.de

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