Peer Gynt, ein dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen im Staatstheater Mainz

Premiere am 25. April um 19.30 Uhr im Großen HausFort aus seiner kleinen, engen Existenz versteigt sich Peer in Fantasien von Wagemut und Größe.

Peer raubt die Tochter des reichsten Bauern von ihrer Hochzeit, lässt sie dann aber gleich wieder stehen, weil er sich in das Mädchen Solveig verliebt. Er wird aus dem Dorf getrieben, muss fliehen und gerät dabei unter die Trolle, landet in einem Kairoer Irrenhaus, wird in Amerika ein berühmter Reeder, Sklavenhändler und Pelztierjäger … Die ganze Welt durchirrend, findet er nur eines nicht: sich selbst. Als alter Mann erst kehrt er in seine Heimat zurück und erkennt, dass er wie eine Zwiebel gewesen ist, die zwar viele Hüllen hat, aber keinen Kern.

Ibsens Drama um den willensschwachen Egoisten und Fantasten Peer Gynt, der in seiner Lebensgier vieles anpackt, aber nichts vollendet, wird auch als „Faust des Nordens“ bezeichnet.

Philip Tiedemann war nach ersten Inszenierungen am Wiener Burgtheater drei Jahre lang Oberspielleiter am Berliner Ensemble, wo er Stücke von Brecht, Turrini, Bernhard, Heiner Müller u. a. inszenierte. In der Spielzeit 2006/2007 hat er sich in Mainz mit Inszenierungen von Webers „Oberon“ und Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ auch als Regisseur im Musiktheater vorgestellt. Er arbeitet außerdem u. a. am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Theater in der Josefstadt Wien, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Schauspielhaus Graz.

Inszenierung Philip Tiedemann

Bühne und Kostüme Etienne Pluss

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