A1 – EIN STÜCK SCHWEIZER STRASSE - Ein Theaterprojekt von Mike Müller, Tobi Müller und Rafael Sanchez im Schauspiehaus Zürich

Premiere: Donnerstag, 28.5.2015, 20 Uhr, Pfauen. -----Das Theaterprojekt A1 – EIN STÜCK SCHWEIZER STRASSE sucht in der Geschichte dieser Autobahn, die in der Schweiz den Nordosten mit dem Südwesten verbindet, nach den Spuren in der Gegenwart. Gibt es ein Leben nach der Supermobilität? Mike und Tobi Müller haben mit fast 40 Personen gesprochen – Fahrern, Grenzwächtern, Staatsangestellten, Truckern und Wissenschaftlern.
18934

In der Regie von Rafael Sanchez ist das Ergebnis dieser Recherche nun im Pfauen zu erleben. Auf der Bühne werden dabei Mike Müller, Michael Neuenschwander und Markus Scheumann stehen. Nach „Truppenbesuch“ und „Elternabend“ am Theater Neumarkt ist A1 – EIN STÜCK SCHWEIZER STRASSE bereits die dritte Zusammenarbeit von Regisseur Rafael Sanchez, Schauspieler Mike Müller und dem Dramaturgen und Journalisten Tobi Müller.

Die A1, früher N1, prägt die Schweiz von Nordosten nach Südwesten, von St. Margrethen bis Genf. Als man die Autobahn in den Fünfzigerjahren plante, stand sie für den Fortschritt, für den Anschluss an das Europa der Touristen, für den Transit von Gütern und für die „Gute Form“ der Schweizer Ingenieurskunst. Heute fliegen die meisten in die Ferien. Wer im Sommer die A1 abfährt, erhält eine Ahnung vom Ende. Neben dem Autofenster zieht eine zersiedelte Schweiz vorbei, vor der Frontschei-be staut sich der Blechwurm. Und doch ist die Autobahn das Bauwerk, das die Schweiz verbindet. Schönere Toilettenbauten gibt es eh nirgends.

Mike Müller, 1963 in Grenchen geboren, studierte Philosophie in Zü-rich. 1983 gründete er mit Freunden die „Jugendtheatergruppe Olten“, die sich später in „Theatergruppe Olten“ umbenannte. In diesem Umfeld entstanden zahlreiche Produktionen sowie das Kleintheater „theaterstu-dio olten“. In den 90er Jahren war Mike Müller in der freien Szene in Zürich unterwegs, u.a. bei der „OffOff-Bühne“, bei „Mass & Fieber“ und in der Gessnerallee. Parallel dazu engagierte er sich am Casinotheater Winterthur und stand immer wieder als Gast am Schauspielhaus Zürich (u.a. in „Geri“ von Martin Suter und Stephan Eicher; Regie Stefan Bachmann) auf der Bühne. Zudem hatte er verschiedene Engagements in Film- und TV-Produktionen (u.a. „Dead Fucking Last“ und „Der Bestatter“) und ist seit Januar 2008 zusammen mit Viktor Giacobbo Gastgeber des satirischen Wochenrückblicks „Giacobbo/Müller“.

Tobi Müller, 1970 in der Schweiz geboren, lebt als freischaffender Kulturjournalist mit den Schwerpunkten Popmusik und Schauspiel in Berlin. Nach Festanstellungen bei Zürcher Printmedien und beim Schweizer Fernsehen, Jurymitgliedschaften bei den Werkstatttagen am Wiener Burgtheater, beim Berliner Theatertreffen oder den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin ist Tobi Müller mittlerweile auch als Dramaturg und Moderator tätig, u.a. für das Theater Neumarkt und die

Volksbühne Berlin. Als Journalist beliefert er verschiedene Medien wie den Tages-Anzeiger, die NZZ am Sonntag, die Magazine Spex und Theater heute, das Deutschlandradio Kultur oder Radio SRF.

Rafael Sanchez wurde 1975 in Basel geboren. Von 1994 bis 1997 war er am Jungen Theater Basel als Schauspieler und Regisseur tätig, bis er 2003 Hausregisseur am Theater Basel wurde. Sanchez inszenierte an diversen deutschsprachigen Theatern, unter anderem am Schauspiel Essen

und am Schauspielhaus Hannover. Ab der Spielzeit 2008/2009 übernahm er zusammen mit Barbara Weber die künstlerische Leitung am Theater am Neumarkt Zürich. Seit Beginn der Intendanz von Stefan Bachmann (Spielzeit 2013/14) ist Sanchez einer von vier Hausregisseuren am Schauspiel

Köln.

A1 – EIN STÜCK SCHWEIZER STRASSE

Ein Theaterprojekt von Mike Müller, Tobi Müller und Rafael Sanchez

Regie und Ausstattung Rafael Sanchez

Video Christoph Menzi

Musik Tobi Müller

Licht Rainer Küng

Dramaturgie Tobi Müller, Gwendolyne Melchinger

Mit:

Mike Müller

Michael Neuenschwander

Markus Scheumann

Weitere Vorstellungen im Pfauen

6./ 9./ 11./ 19. & 25. Juni, jeweils 20 Uhr

Weitere Vorstellungen in der kommenden Spielzeit 2015/2016 sind in

Planung.

Weitere Artikel