SHOWCASE KAMMERSPIELE München

10. – 12. MÄRZ, KAMMER 1, KAMMER 2, KAMMER 3Seit der Intendanz von Matthias Lillienthal hat sich das Programm ganz in der Tradition des Hauses konsequent weiter geöffnet: thematisch, indem sozialpolitische Themen einer kosmopolitischen Stadtgesellschaft aufgriffen werden; ästhetisch über das Nebeneinander unterschiedlichster Ausdrucksformen der künstlerischen Kommunikation und Repräsentation.
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Gezeigt werden in einem dichten Programm Arbeiten von Yael Ronen, den Hausregisseuren Christopher Rüping und Nicolas Stemann, von Felix Rothenhäusler, Rabih Mroué, Toshiki Okada, Alexander Giesche und David Marton. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bei Publikumsgesprächen am Ende des Tages mit den MacherInnen über Spiel-, Ausdrucks- und Lebensweisen auszutauschen.

So steht ein Konzert des Syrers Omar Souleyman neben dem Musiktheater „Mittelreich“ von Mahler / Bierbichler oder der städtischen Intervention „ShabbyShabby Apartments“, die Uraufführung „Wut“ von

Jelinek / Stemann neben „Hamlet“ von Shakespeare / Rüping und den Produktionen von freien Gruppen, oder das Welcome Café neben den artifiziellen Kreationen von Philippe Quesne, Toshiki Okada und den politischen Boulevardkomödien Yael Ronens.

Auf der Bühne machen etwa der Performer Damian Rebgetz, die Sängerdarstellerin Jelena Kuljić und die Schauspielerin Annette Paulmann gemeinsame Sache und lassen an der Erheblichkeit jeder Kategorisierung zweifeln.

Jede(r) KammerspielbesucherIn wird über die Zeit hinweg ihre / seine eigene Geschichte mit diesen Gleichzeitigkeiten des Ungleichen gemacht haben – der „Showcase Kammerspiele“ verdichtet nochmals exemplarisch das Programm und damit eine Erfahrungsmöglichkeit der Programmatik an einem Wochenende. Inklusive der Möglichkeit, sich bei Publikumsgesprächen am Ende des Tages mit den MacherInnen über Spiel-, Ausdrucks- und Lebensweisen auszutauschen.

30 Studierende aus ganz Europa sind beim Showcase zu Gast, um ein Wochenende lang in der Welt der Kammerspiele zu versinken: 8 Vorstellungen an 3 Tagen, dazu Gespräche, Workshops und Partys. Wer braucht schon Schlaf?

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