«Ein Maskenball (Un ballo in maschera)» von Giuseppe Verdi im Stadttheater Bremerhaven

Premiere Samstag, 29. April 2017, 19.30 Uhr im Großen Haus. -----„Prachtvoll, interessant, spektakulär und historisch“ nannte Vincenzo Bellini Giuseppe Verdis Oper «Ein Maskenball», denn sie hat einen historisch-konkreten Hintergrund: Drei Jahre nach Ausbruch der französischen Revolution wird König Gustav III. von Schweden im März 1792 auf einem Maskenball durch Revolverschüsse tödlich verletzt.
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Es ist ein politischer Mord. Sehr schnell bedienten sich Künstler des brisanten Themas. So auch Verdi, der Antonio Somma 1857 beauftragte, daraus ein neues Opernlibretto zu entwickeln. Entstanden ist eine dramatische Oper, deren Thema das Schicksal einer Liebe ist, die unauflösbar in politische Machtkämpfe verstrickt ist. Renato, Sekretär und engster Vertrauter des Regenten, muss erfahren, dass dieser und seine Frau Amelia sich heimlich lieben. Schwer getroffen vom Verrat seines Freundes, beschließt Renato, sich den politischen Verschwörern anzuschließen. Auf einem Maskenball bringt er den Herrscher um. Sterbend beteuert dieser dem einstmaligen Freund seine und Amelias Unschuld, hatten sich doch beide entschlossen, ihrer Liebe zu entsagen.

Die Oper in drei Akten wird von Roman Hovenbitzer inszeniert, der damit sein Regiedebüt am Stadttheater Bremerhaven gibt. Neben den Ensemblemitgliedern Katja Bördner, Leo Yeun-Ku Chu und Vikrant Subramanian sind als Gäste Alexandru Aghenie, Dorothea Herbert (als Doppelbesetzung der Amelia), Svetlana Smolentseva, Regine Sturm und Adrian Xhema zu erleben. Für Bühne und Kostüme zeichnet Roy Spahn verantwortlich. Musikalischer Leiter der Produktion ist Generalmusikdirektor Mark Niemann.

Regisseur Roman Hovenbitzer wurde 1972 in Düsseldorf geboren. Nach dem Studium der Musiktheaterregie in Hamburg war er von 1996 bis 1999 als Regieassistent und Regisseur am Staatstheater Kassel engagiert. Seit 1999 arbeitet Roman Hovenbitzer als freischaffender Regisseur mit

inzwischen über 70 Inszenierungen in allen Genres des musikalischen Theaters.

Zwischen 2014 und 2016 übernahm Roman Hovenbitzer eine Gastprofessur für szenische Darstellung an der Kunstuniversität Graz, in deren Rahmen er mit den Studierenden Mozarts Oper «Die Zauberflöte» und Brittens «The turn of the screw» erarbeitete.

Ihn verbindet außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Bühnen- und Kostümbildner Roy Spahn. Sie haben u.a. bereits gemeinsame Produktionen in Hagen («Street Scene») und Oldenburg («On the Town») auf die Bühne gebracht.

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi / Libretto von Antonio Somma /

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Marc Niemann

Inszenierung Roman Hovenbitzer

Bühne und Kostüme Roy Spahn

Choreinstudierung Anna Milukova

Dramaturgie Juliane Piontek

Regieassistenz & Abendspielleitung Ulrike Marski

Studienleitung Hartmut Brüsch

Musikalische Einstudierung Eunhyun Bang / Tonio Shiga

Inspizienz Regina Wittmar

Gustav III., König von Schweden Adrian Xhema

Graf Renato Anckarström Alexandru Aghenie

Amelia, dessen Frau Katja Bördner / Dorothea Herbert

Graf Horn Leo Yeun-Ku Chu

Graf Ribbing Daniel Dimitrov

Ulrica, eine Wahrsagerin Svetlana Smolentseva

Oscar, ein Page Regine Sturm

Christiano, ein Matrose Vikrant Subramanian

Oberster Richter Kiyong Lee

Opern- und Extrachor des Stadttheaters Bremerhaven

Philharmonisches Orchester Bremerhaven

Bei Mehrfachbesetzung sind die Darstellerinnen und Darsteller in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

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