»Die Entführung aus dem Serail« von Wolfgang Amadeus Mozart - Semperoper Dresden

Premiere am 15. April 2017 um 19 Uhr. -----Die junge Spanierin Konstanze, ihre Zofe Blonde und der Diener Pedrillo wurden von Seeräubern entführt und in der Türkei an den Bassa Selim verkauft. Konstanzes Verlobter Belmonte macht sich auf die Reise, um seine Geliebte zu befreien und muss einige Gefahren überwinden und seinen ganzen Erfindungsreichtum bemühen, um die Flucht vorzubereiten.
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Doch dann erfährt er, dass seine Verlobte dem Bassa versprochen ist…

Mozart komponierte mit dem Singspiel »Die Entführung aus dem Serail« eine der ersten echten deutschen Opern. Das humorvoll und unterhaltsam angelegte Werk zeichnet sich über alle Komik hinaus durch seine komplexe Struktur und dramatische Tiefe aus. Die 1782 im Wiener Burgtheater uraufgeführte Oper war von der Vorliebe für Exotisch-Orientalisches der Wiener Gesellschaft des 18. Jahrhunderts inspiriert. Der Blick in die Fremde versprach erfrischende Perspektiven auf die eigene Lebenswelt. Das Exotische, in dem die fremde Kultur in ein phantastisches Licht gerückt wurde, fand zu Mozarts Zeit bisweilen eine märchenhafte Übertreibung. In diesem Kontext ist auch »Die Entführung aus dem Serail« zu sehen, ein Singspiel, das als Plädoyer für Mut, Toleranz und Vergebung gerade in unserer Gegenwart an Aktualität nichts eingebüßt hat.

Michiel Dijkema stellt sich mit seinem inszenatorischen Blick auf Mozarts Oper erstmals an der Semperoper Dresden vor. Er findet in seiner Inszenierung »Die Entführung aus dem Serail« eine bilderreiche Übersetzung von Belmontes beschwerlicher Reise in die Fremde und schickt die handelnden Personen in sprichwörtlich unwegsames Gelände, in dem zahlreiche Gefahren lauern und das gleichsam das Fremde an sich symbolisiert. Dem Regisseur geht es dabei um den westeuropäischen Blick auf die exotisch-orientalische Welt.

Die Neuinszenierung »Die Entführung aus dem Serail« ist der Höhepunkt der Festtage an Ostern, in denen die Semperoper den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart in den Mittelpunkt stellt.

Als Bassa Selim ist der Schauspieler Erol Sander zu erleben, in der Partie Konstanze gibt Simona Šaturová ihr Hausdebüt in Dresden.

Musikalische Leitung Christopher Moulds

Inszenierung und Bühnenbild Michiel Dijkema

Kostüme Claudia Damm, Jula Reindell

Licht Fabio Antoci

Chor Cornelius Volke

Dramaturgie Stefan Ulrich

Bassa Selim Erol Sander

Konstanze Simona Šaturová

Blonde Tuuli Takala

Belmonte Joel Prieto

Pedrillo Manuel Günther

Osmin Dmitry Ivashchenko

Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden

Apr 2017

Sa 15.

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So 30.a

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