DIE VERWANDLUNG nach der Erzählung von Franz Kafka - Schauspielhaus Zürich

Premiere: Freitag, 2.12.2016, 20 Uhr, Pfauen. -----„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ So der erste Satz von Franz Kafkas beunruhigender Erzählung, die zu den bekanntesten Albträumen der Weltliteratur gehört.
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Anfänglich hofft Gregor Samsa, sein Zustand der Verwandlung sei ein vorübergehender, und konzentriert sich auf den Versuch, trotz seines monströsen Körpers aufzustehen und seinen Tag zu beginnen. Jedoch muss er bald erkennen, dass er sich nur ungeschickt zu bewegen vermag und

sein befremdlicher Anblick seine besorgte Mutter in Ohnmacht fallen lässt. Gregor Samsa, zuvor als Handlungsreisender der agile Ernährer der verschuldeten Familie, wird plötzlich zur nutzlosen Last des

kleinbürgerlichen Haushalts, der durch seine Verwandlung vom sozialen Abstieg bedroht ist.

Der Isländer Gísli Örn Garðarsson ist Regisseur, Theater- und Filmschauspieler, Autor sowie Mitbegründer des Theaterkollektivs „Vesturport“. Zu seiner „Metamorphosis“, einer Bühnenadaption nach Kafkas DIE VERWANDLUNG, haben Nick Cave und Warren Ellis den Soundtrack beigesteuert.

Die Produktion hatte am Londoner Lyric Hammersmith Theater Premiere und war seitdem weltweit zu sehen. In Zürich erarbeitet Garðarsson eine neue Version mit Mitgliedern des Ensembles, die am

2. Dezember 2016 im Pfauen Premiere feiern wird. Die Rolle des Gregor Samsa wird dabei Claudius Körber übernehmen.

Gísli Örn Garðarsson ist Mitbegründer des Theaterkollektivs „Vesturport“, das sich 2001 aus einer Gruppe von Schulfreunden in Reykjavik formierte. Mit einer vom Zirkus inspirierten Version von „Romeo und Julia“, in der das Bühnenbild aus einem Trapez und einem Hochseil bestand und Romeo die Bühne an einem Bungee-Seil schwingend betrat, schafften sie ihren internationalen Durchbruch. Die artistische und unverblümte Art, mit rezeptionslastigen Schulklassikern umzugehen, fand seine Fortsetzung mit Büchners „Woyzeck“ und Goethes „Faust“, dessen Grundbühnenelement aus einem Trampolin bestand. 2011 wurde die Truppe in St. Petersburg mit dem Europäischen Theaterpreis für Neue Realitäten ausgezeichnet. Zuletzt inszenierte Garðarsson „The Heart of Robin Hood“ an der Royal Shakespeare Company in Stratford-upon-Avon.

DIE VERWANDLUNG

nach der Erzählung von Franz Kafka

In einer Fassung von David Farr und Gisli Örn Garðarsson

Regie Gísli Örn Garðarsson

Regieassistenz Selma Björnsdóttir

Bühne Börkur Jónsson

Kostüme Lili Wanner

Musik Nick Cave, Warren Ellis

Licht Björn Helgasson, Michel Güntert

Dramaturgische Mitarbeit Andreas Karlaganis, Irina Müller

Mit:

Gregor Samsa Claudius Körber

Vater Matthias Neukirch

Mutter Isabelle Menke

Grete Dagna Litzenberger Vinet

Dienstmädchen/Stietl/Doktor/Fischer Fritz Fenne

Weitere Vorstellungen im Pfauen

6./ 8./ 13./ 15./ 22./ 27. Dezember, jeweils 20 Uhr

11. Dezember, 15 Uhr

5./ 25. Januar, jeweils 20 Uhr

Weitere Vorstellungen sind in Planung.

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