"Remembering the Future" - Die Tanzfabrik präsentiert Künstler*innen bei Open Spaces 1/2018 in Berlin

Von 17. bis 25. Februar 2018, Tanzfabrik Wedding • Uferstr. 8/23 • 13357 Berlin

Die Tanzfabrik Berlin 2018 zeigt vierzig Jahre bewegter Geschichte. Die Tanzfabrik ist ein Ort der Praxis. Dafür wirft sie zur Feier des Jahres in den kommenden Monaten immer wieder unterschiedliche Schlaglichter auf inhaltliche, ästhetische, orga- nisatorische oder strukturelle Dreh- und Angelpunkte der Vergangenheit, die aller Voraussicht nach auch in der Zukunft noch für Bewegung sorgen.

Unter dem Motto »Remembering the Future« wird das Schaffen von unzähligen Künstlern, Denkern und Machern mit Performan- ces, Lectures, Gesprächen aber natürlich auch mit altem Filmmaterial aus den Anfängen in Erinnerung gerufen und gewürdigt. Gleichzeitig ist »Remembering the Future« ein Aufruf, diese Geschichte nicht nostalgisch zu betrachten, sondern sie für einen neuen Blick in die Zukunft zu nutzen. Zum Abschluss der Geburtstagsfeierlichkeiten wird schließlich eine Publikation veröffentlicht, die immer wieder auftretende Themen der letzten vier Jahrzehnte rund um die Tanzfabrik und den zeitgenössischen Tanz beleuchtet.

So läutet Open Spaces#1-2018 ein ganzes Geburtstagsjahr ein. Es ist ein Warming-Up, das auf die große Party, die im Sommer folgt, mit ersten Akzenten vorbereitet. Mit zwei Premieren von Christina Ciupke & Jasna L. Vinovrški sowie von Rosalind Crisp, mit einer Deutschlandpremiere von Gabriele Reuter & Mattef Kuhlmey, mit zwei Improvisationsabenden von Andrew Morrish, mit einer Lecture-Performance von Lina Majdalanie, mit einem work-in-progress von Igor Dobričić, Guillaume Marie & Roger Sala Reyner und mit einem Gespräch zwischen Heike Albrecht und Gayle Tufts

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Christina Ciupke, Jasna L. Vinovrški
Now and Then
apap production studio berlin · Performance · Premiere
 In »Now and Then« unternehmen Christina Ciupke und Jasna L. Vinovrški eine Zeitreise zurück zu den Anfängen des freien Tanzes. Sie blicken darin auf den Moment, in dem sich der Tanz erstmals in seiner Geschichte von den Institutionen gelöst hat. Um das damalige Zeitgefühl zu imaginieren, beschäftigen sie sich mit den Lücken und den fehlenden Informationen im historischen Kontext. Bei diesem Versuch, Zeit spürbar zu machen, beziehen die Choreografinnen auch ihre bisherigen Arbeiten mit ein.
Unfolding temporal perceptions.
Konzept, Performance: Christina Ciupke, Jasna L. Vinovrški | Lichtdesign: Martin Beeretz | Presse, PR: Lilly Schofield | Produktionsdramaturgie: Barbara Greiner | Eine Produktion von A lot of body GbR in Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Unterstützt durch apap-Performing Europe 2020, konfinanziert durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union.
 Sa 17.2. - Di 20.2.   19:00   Studio 5   Ticket: 15/10€     Di 20.2.  Aftertalk

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Lina Majdalanie
I can find something shorter if necessary
Lecture Performance · Premiere
2009 hat die Tanzfabrik Lina Majdalanie gebeten, eine Lecture Performance über die Rolle des Performers in der Zukunft zu zeigen. Schon seit einigen Jahren, und heute mehr denn je,  scheint diese Frage das Milieu der Künstler sehr zu beunruhigen – mit dem 'kleinen' Unterschied, dass jetzt die Frage nach der Dringlichkeit für das 'heute' gestellt wird, und nicht mehr mit Blick auf die Zukunft, aufgrund der politischen, wirtschaftlichen, sozialen, klimatischen… Veränderungen, kurz aufgrund der Veränderungen auf allen Ebenen, die uns widerfahren. Zahlreiche Panels, Treffen und Colloquien widmen sich diesem Problem.
I don’t remember anymore, which artist retorted once that »artists don’t have to clean up the shit that politicians do«.
 Von und mit Lina Majdalanie | Die Lecture Performance 2009 wurde mit freundlicher Unter-
stützung durch das Internationale Forschungskolleg »Verflechtungen von Theaterkulturen« realisiert.
So 18.2.   17:00   Studio 1   Ticket: 9/7€ Gespräch mit Silke Bake/Talk with Silke Bake

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Gabriele Reuter & Mattef Kuhlmey
The Amplitude
Konzert-Performance · Deutschlandpremiere
Bewegung und Sound kollidieren im Raum. Die Bewegung ist hör- und spürbar im Körper und der Klang formt den Raum immer wieder aufs Neue. »The Amplitude« ist gleichzeitig Tanzperformance, Physikvortrag und elektronisches Musikkonzert. Die gesamte Klanglandschaft der Performance entsteht aus der verstärkten und aufgezeichneten Bewegung der Performerin live auf der Bühne. Indem die Performance sich auf die einfache Idee der akustischen Welle einlässt, enthüllt sie die Beziehung zwischen Sound und Bewegung und wirbelt die Sensoren der Wahrnehmung kräftig durcheinander.
Tuning into the simple idea of the acoustic wave.
Choreografie: Gabriele Reuter | Sound: Mattef Kuhlmey | Performance: Gabriele Reuter, Mattef Kuhlmey | Lichtdesign: Benjamin Schälike | Kostüm: Judith Adam | Mentor: Pete Shenton | Eine Produktion von Dance 4 Nottingham, gefördert durch das Arts Council of England, National Lottery Funding und unterstützt von der Tanzfabrik Berlin.
Do 22.2. + Fr 23.2.   18:00   Studio 12   Ticket: 15/10€

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Rosalind Crisp
(Un)domesticated Bodies: Live Feed
Performance · Premiere
»Live Feed« hat ganz bewusst fransige Kanten. Der Arbeitsprozess darf in die abendliche ‘Show’ hinüberschwappen und die unordentlichen Teile, die selbst wohl am liebsten außen vor geblieben wären, sind eingeladen, in das unberührte Herz des Stücks hineinzugrätschen, an ihm zu zerren. Für »Live-Feed« hat Rosalind Crisp eine Kerngruppe von vier Tänzern eingela- den, die über langjährige Erfahrung mit ihrer Methode verfügen; 20 weitere Tänzer aus Berlin, denen Crisps Praxis nicht fremd ist, stoßen für diese Aufführung noch dazu. »Live feed« feiert Crisps lange Verbindung mit der Tanzfabrik und ihre fortwährende Zusammenarbeit mit vielen Tänzern in Berlin.
Choreografische Methode, Regie: Rosalind Crisp | Tanz: Sunniva Egenes, Anna Nowicka, Céline Debyser, Max Fossati u.v.a. | Technische Leitung, Licht: Marco Wehrspann | Künstlerische Mitarbeit: Andrew Morrish | Eine Produktion der Tanzfabrik Berlin, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, im Rahmen von Platform East – Berlin & Eastern Europe,  unterstützt durch die Australische Regierung mit Hilfe des Ministeriums für Künste Catalyst – Australian Arts and Culture Fund und die Australische Botschaft.
Do 22. + Fr 23.2. 19:00  Sa 24. + So 25.2.  18:00   Studio 14   Ticket: 15/10€
23.2.  Artist Talk mit Rosalind Crisp

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Andrew Morrish
Oh Well - Part 24 & 25
Performances · Dernière der Reihe »Oh Well«
Das »Oh Well-Projekt« ist eine Serie von mittlerweile 25 einzigartigen, erweiterten Improvisationen, die Andrew Morrish im Jahr 2015 begonnen hat. Die Kombination von Sprache mit eigenwilligen Bewegungen prägt seine Arbeit, die auch angetrieben wird von einem riesigen Appetit auf Kommunikation.
Final World Tour Performances.
 Konzept: Andrew Morrish | Choreografie: Andrew Morrish |  Regie: Andrew Morrish | Dramaturgie: Andrew Morrish | Performance: Andrew Morrish | Sound Design: Andrew Morrish | Kostüm: Andrew Morrish | Bühne: Andrew Morrish | Lichtdesign: Marco Wehrspann | Eine Produktion der Tanzfabrik Berlin. Ein Projekt im Rahmen von Platform East – Berlin & Eastern Europe, eine Plattform für Australische Künstler und Australisch-Europäische Zusammenarbeit, unterstützt durch die Australische Regierung mit Hilfe des Ministeriums für Künste Catalyst – Australian Arts and Culture Fund, den Australia Council, und die Australische Botschaft.
Sa 24.2. + So 25.2.   20:30   Studio 12   Ticket: 15/10 €

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Igor Dobričić, Guillaume Marie, Roger Sala Reyner
Roger
Work in Progress
In diesem Solo zwischen visueller Kunstinstallation und choreografischer Performance lädt ein Künstler dazu ein, eine Gemeinschaft aus Menschen zu bilden, die Trost sucht und spendet. In Anlehnung an Foucaults Begriff der Heterotopie entsteht ein Raum, in dem Intimität und Öffentlichkeit miteinander einhergehen. Igor Dobricic, Guillaume Marie und Roger Sala
Reyner reklamieren den Trost als Phänomen für den zeitgenössischen künstlerischen, philosophischen und sozialen Kontext und entwickeln Repräsentationsmöglichkeiten jenseits von religiösen Institutionen und konservativen Politiken.
A ritual in which the intimate and the public can coexist and support one another freely.
Konzept, Regie, Choreografie: Igor Dobricic, Guillaume Marie | Performance: Roger Sala Reyner | Kostüm: Cédrick Debeuf | Bühne: Etienne Bideau-Rey | Koproduziert durch das Théâtre de Vanves;  Emmetrop, Bourges; mit Unterstützung durch das Bureau du Théâtre et de la Danse de l’Institut Français und die Tanzfabrik Berlin und die Uferstudios GmbH.
So 25.2.   17:00   Studio 4   Ticket: 5 €  Aftertalk

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Gayle Tufts, Heike Albrecht
From Brockton to Berlin
Gespräch
 Gayle Tufts ist eine Autorin, Sängerin und Entertainerin, die sich in vielen Genres zuhause fühlt. Berühmt für ihre nicht enden wollenden Abende und ihre anekdotenreichen Verbalspitzen arbeitet sie bis heute an der Wiederbelebung der klassischen Cabaret-Form und mischt Musik, Comedy und Choreografie. 1991 zieht es die US-Amerikanerin beim zweiten Anlauf in ihre neue Wahlheimat nach Berlin – und in die Studios der Tanzfabrik in der Möckernstraße. Sie tanzt, singt, inszeniert und unterrichtet. Die freie Kuratorin Heike Albrecht lotet im Gespräch mit Gayle Tufts ihre besondere Verbindung von Sprache, Musik und Tanz aus und blickt zurück in ihre Zeit bei der Tanzfabrik Berlin.
About Denglisch, Stand-up-comedy and Tanzfabrik Berlin.
 Mit Gayle Tufts, Heike Albrecht und Originalfilmausschnitten aus Tanzstücken der Tanzfabrik Berlin | Die geplanten Filmausschnitte stammen aus dem Archiv der Akademie der Künste und wurden auf Initiative des Internationalen Theaterinstituts/Mime Centrum im Rahmen des Digitalisierungsprogramm des Landes Berlin mit dem Ziel digitalisiert, sie für Interessenten zugänglich zu machen.
Sa 17.2.   20:30   Studio 14   Ticket: 9/7€   Auf Denglisch

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Dance Intensive meets apap
How to engage with performing arts?
Ein studentischer Workspace
Die Studierenden des Dance Intensive-Programms beschäftigen sich im Rahmen ihres Studiums unter anderem damit, wie man über zeitgenössischen Tanz ins Gespräch kommen kann und bekommen die Möglichkeit, verschiedene Vermittlungsformate auszuprobieren: ein schlichtes Publikumsgespräch mit Künstlern, ein sinnliches oder kreatives Austauschformat von der Auseinandersetzung mit Papier und Stift bis hin zu einem Gespräch im Dunkeln. Gemeinsam mit den Zuschauern erforschen sie Wege, die gemeinsam erlebte Perfomance bildhaft, assoziativ, explorativ, fragend, reflexiv und optional besser zu verstehen und neue Zugänge dazu zu finden.
Um sich mit der Vermittlung von zeitgenössischem Tanz auseinanderzusetzen, treffen sich 43 Studierende des Fortbildungsprogramms  Dance Intensive, die Kuratorin und Dramaturgin Silke Bake, die künstlerische und pädagogische Leiterin des Dance Intensive-Programms Gisela Müller sowie weitere Gäste über mehrere Tage in einem eigens gestalteten Workspace im apap production studio berlin.
Die von apap finanzierten Veranstaltungen finden im Rahmen einer Kooperation mit ABC – Art Basics for Children statt, die einen entscheidenden Fokus im aktuellen vierjährigen Netzwerkprojekt Performing Europe 2020 darstellt.
Ein Projekt von und mit den Studierenden des Fortbildungsprogramms Dance Intensive | Gefördert durch das europäische Netzwerk apap – advancing performing arts project im Rahmen von apap – Performing Europe 2016-2020, kofinanziert durch das Creative Europe Programme der EU. Unterstützt durch die Kooperation mit ABC – Art Basics for Children in Brüssel.
Im Anschluss an die Vorstellung °
Di 20.2.   Aftertalk
»Now and Then« von Christina Ciupke und Jasna L. Vinovrški
So 25.2.   Aftertalk
»Roger« von Igor Dobricic, Guillaume Marie, Roger Sala Reyner

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ORT     Tanzfabrik Wedding • Uferstr. 8/23 • 13357 Berlin
PREIS   für Premieren 15,- / ermäßigt 10,-  
        Für Lecture Performance und Gespräch 9,- / erm. 5,-
        Work in Progress 5,-
TICKETS können online bei Reservix gekauft werden
        ticket@tanzfabrik-berlin.de oder 030 20059270
 

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