Ruhrtriennale 2016 – Das Festival der Künste thematisiert europäische Werte

© Thomas Berns

12.08 - 24.09.2016. Festival mit 24 Spielorten u. a. in Bochum, Dinslaken, Dortmund, Essen, Hamm oder Marl. --

Auch in ihrem fünfzehnten Jahr verwandelt die Ruhrtriennale die Industriehallen der Metropole Ruhr in außergewöhnliche Spielorte für Musiktheater, Schauspiel, Musik, Tanz und Installation. Vom 12. August bis 24. September 2016 bringt das Festival zahlreiche internationale KünstlerInnen, unter anderem aus Belgien, Russland oder den USA, in die Region. Mit rund 32 Produktionen, davon 23 Eigen- und Koproduktionen, 20 Weltpremieren, Neuproduktionen, Deutschlandpremieren und Installationen sowie vielen Konzerten erleben BesucherInnen der Ruhrtriennale aktuelle künstlerische Entwicklungen und Impulse. Bei rund 120 Veranstaltungen begegnen sich auch 2016 KünstlerInnen aus mehr als 25 Ländern, Festival-Publikum und Menschen der Region – um hochkarätige Produktionen zu erleben, miteinander in Kontakt zu kommen, zu diskutieren und zu feiern.

Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015–2017: „Unser Leitmotiv „Seid umschlungen“ bekommt in diesem Jahr eine zusätzliche Bedeutung. „Seid umschlungen, Millionen“ heißt es in dem Gedicht Schillers. Wie steht es in Europa um unsere Werte, jetzt da wir die erste Million Geflüchtete in Deutschland umschlingen wollen – oder müssen? Oder umgekehrt vielleicht manche von uns das Gefühl haben, selbst umschlungen, erdrückt zu werden? Diese Saison lenken wir bei der Ruhrtriennale den Blick auf die Werte, auf denen die europäische Kultur fußt. Wir fragen, was Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit heute bedeuten. Nicht missionarisch, sondern mit viel Fantasie.“

Zu den Highlights des diesjährigen Ruhrtriennale gehören u. a. die Musiktheatertheaterproduktion „Alceste“, mit der am 12.8.16 das Festival in der Jahrhunderthalle Bochum eröffnet wird. „Alceste“ basiert auf einem europäischen Urmythos und wurde komponiert in der Zeit der Aufklärung als die europäischen Grundwerte formuliert wurden. Willibald Glucks Barock-Oper wird von Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons neu inszeniert und stellt Fragen nach Opferbereitschaft, Mut und Demut. Die musikalische Leitung des B’Rock Orchestra und MusicAeterna Chores hat der belgische Dirigent René Jacobs.

Drei Wochen später feiert am 2.9.16 die zweite Musiktheaterkreation unter der Regie von Johan Simons Premiere: „Die Fremden“, eine Uraufführung nach dem im März 2016 auf Deutsch erschienenen Roman „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ von Kamel Daoud kombiniert mit Musik von György Ligeti und Mauricio Kagel. Die Inszenierung fragt: Welche Werte bestimmen unsere Kultur? Mit „Die Fremden“ bespielt die Ruhrtriennale zum ersten Mal die Kohlenmischhalle der im Dezember 2015 stillgelegten Marler Zeche Auguste Victoria. Die musikalische Leitung des Asko|Schönberg Ensembles übernimmt Reinbert de Leeuw.

Weitere Informationen zum Programm: www.ruhrtriennale.de.

Tickets sind online erhältlich unter www.ruhrtriennale.de. Alle Vorverkaufsstellen finden Sie unter www.ruhr3.com/vvk

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