INTERKULTURELLE THEATERTAGE FRANKFURT - 2. bis 12. Oktober 2008

In Kooperation mit SCHAUSPIELFRANKFURT und GALLUS THEATER wird der Verein zur Förderung interkultureller Kunst, Kommunikation und Bildung Ora da! e.V. begleitend zur Buchmesse, dieses Jahr mit dem Gastland Türkei, zum ersten Mal die INTERKULTURELLEN THEATER-TAGE FRANKFURT 2008 (Türkei) veranstalten.

Das hochklassige Programm bestehend aus Theatervorstellungen, Ausstellung, Vorträgen und Workshops wird Ihnen auf der Pressekonferenz angekündigt und die Förderer, u.a. Stadt Frankfurt, vertreten durch das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, Referat für internationale Angelegenheiten und Kulturamt Frankfurt am Main vorgestellt werden.

Die ersten INTERKULTURELLEN THEATERTAGE FRANKFURT 2008 finden vom 2. bis 12. Oktober 2008 in Frankfurt statt. Spielorte der Vorstellungen sind das SCHAUSPIELFRANKFURT, das GALLUS THEATER und das SONNENHAUS (in der neu renovierten Teves-Fabrik, Gallus, Rebstöckerstr. 41-53).

Das Sonnenhaus ist Austragungsort des umfangreichen Rahmenprogramms („Troubadouren -Nächte“ mit Musik, Tanz, Filmvorstellungen, Improvisation und vieles mehr).

Schirmherren der INTERKULTURELLEN THEATERTAGE FRANKFURT 2008 sind der Kulturdezernent von Frankfurt Prof. Dr. Felix Semmelroth und der Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit.

Programm:

KURBAN (»Opfer«)

von Güngör Dilmen; Regie und Choreographie: Ayse Emel Mesci,

Staatliche Bühnen Ankara

Kurban ist eine moderne Interpretation von Euripides’ »Medea«. Auf den Spuren anatolischer Rituale und türkisch schamanistischer Glaubensrichtungen setzt diese anatolische Tragödie die Frauenproblematik ins Zentrum des Geschehens und bricht damit sämtliche vorherrschende Tabus.

3. Oktober 2008 (mit deutschen Übertiteln)

BEN ADADOLU (»Ich Anatolien«)

von Güngör Dilmen; Regie: Yücel Erten; Mit: Yildiz Kenter

Die Diva des türkischen Theaters schlüpft in ihrem 60. Lebensjahr in 16 verschiedene Frauenrollen, welche von den Hethitern bis zur heutigen Zeit eine herausragende Rolle in Anatolien gespielt haben – ausdruckstarke Portraits von Frauen, die den Lauf der Geschichte beeinflusst und die Identität der Frau geprägt haben.

5. Oktober 2008 (mit deutschen Übertiteln)

ASHURA

von Mustafa Avkiran; Musik: Cumhur Bakiskan; Choreographie: Ovül Avkiran, Produktion Garajistanbul Theater

Ashura erzählt musikalisch die Geschichte der ewigen Migration, zu der die Menschen unter dem Vorwand der Schaffung einer homogenen Gesellschaft gezwungen worden sind. Es ist ein Requiem auf die vom Verlust bedrohten Sprachen und Kulturen der Türkei. 25 Lieder der Migration werden in 12 verschiedenen Sprachen gesungen: man nimmt Anteil am Schicksal, an Trennungen, Einsamkeiten, Konflikten der Menschen, die zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft eingeschlossen sind.

12. Oktober 2008

Die Gastspiele finden in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung Interkultureller Kunst, Kommunikation und Bildung e.V. im Rahmen der vom 2. bis 12. Oktober 2008 stattfindenden »Interkulturellen Theatertage« statt, während der weitere Produktionen und Diskussionsrunden in Frankfurt vorgestellt werden.

Lesung ORHAN PAMUK

17. Oktober 2008

In Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt und dem Hanser-Verlag

LEYLA & MEDSCHNUN

NACH DEN GLEICHNAMIGEN ROMANEN VON NIZAMI (PERSIEN, 12. JH.) UND FUZULI (TÜRKEI, !6. JH.)

Regie und Bühne: Alexander Brill

»Leyla & medschnun« ist eine Liebesgeschichte mit Wurzeln in der orientalischen Volkserzählung. Der Legende nach geht sie auf eine wahre Begebenheit aus der babylonischen Zeit des 6. Jahrhunderts v. Chr. zurück. Sie findet ihre poetischen Umsetzungen im gesamten arabischen, türkischen und persischen Kulturraum, bis nach Indien hinein. Die Geschichte einer unerfüllbaren Liebe kann als die morgenländische Version von »Romeo und Julia« bezeichnet werden.

Leyla und Kays lieben sich heimlich von kleinauf. Das können sie immer weniger verbergen und kommen ins Gerede. Daraufhin trennen Leylas Eltern die beiden und sperren ihre Tochter weg. Während Leyla unter den Versagungen im Verborgenen leidet, verfällt Kays offensichtlich dem Liebeswahn und gilt seither als Medschnun, als Verrückter. Alle Versuche, die Liebenden wieder zu vereinen, scheitern an der hartnäckigen Weigerung von Leylas Vater, seine Tochter einem »Verrückten« zu geben.

Die lebenslange Trennung der Liebenden führt zu unsäglichem Leid, Krieg und Tod. Es ist aber auch die Geburt des Poeten Medschnun, der Leyla in seiner Liebeslyrik ein Denkmal setzt. „Ein Wahnsinniger war er geworden, und zugleich auch ein Dichter. Er war die Harfe seiner Liebe und Qual.“

Das Ensemble hat seine Wurzeln in Pakistan, Afghanistan, der Türkei, dem Iran, Libanon und in Marokko.

ab 18. Oktober 2008, sankt peter

theaterperipherie ist im offiziellen Programm der Frankfurter Buchmesse 2008 vertreten sowie bei den Interkulturellen Wochen der Stadt Frankfurt.

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