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UNTERWERFUNG nach dem Roman von Michel Houellebecq - Staatstheater Kassel

Premiere: Freitag, 23. März 2018, 20.15 Uhr, tif

Houellebecqs Buch »Unterwerfung« wurde nach seinem Erscheinen in den Medien heiß diskutiert: Es sei ein gefährliches Buch, voller abstruser Rassismen, frauenfeindlich und islamophob nannte man seinen dystopischen Entwurf eines islamistischen Gottessstaates in nicht allzu ferner Zukunft. Houellebecq zeigt sich in »Unterwerfung« als großer, mutiger Gesellschaftsdenker, der mit viel Ironie und Sarkasmus eine Welt entwirft, die nicht allzu fern erscheint.

 

 

 

 

 

Protagonist des umstrittenen Romans des Goncourt-Preisträger ist der Literaturwissenschaftler François. Schon seit Ewigkeiten erforscht dieser fasziniert das Werk des dekadenten Schriftstellers Joris-Karl Huysmans. Darüber hinaus verfolgt er aufmerksam die Wahl zum neuen Präsidenten Frankreichs im Jahr 2022: Der charismatische Kandidat der Muslimbrüder kann die meisten Wählerstimmen auf sich ziehen und François, dem seine leere Welt der Postmoderne zuwider ist, muss einsehen, dass er in einer wütenden Welt lebt, in der die Segnungen der gut ausgebildeten Großstädter nicht von allen geliebt werden. Er wird zum Anti-Helden der Demokratie, an der er bis dahin ebenso pflichtbewusst wie lethargisch festgehalten hat. Schnell arrangiert er sich mit der schariaschönen neuen Welt und lernt deren Vorzüge zu schätzen – von Polygamie bis zum neuen muslimischen Escortservice.

Inszenierung: Gustav Rueb,
Bühne und Kostüme: Susanne Priebs,
Musik: David Rimsky-Korsakow,
Dramaturgie: Thomaspeter Goergen

Stephan Schäfer (François), Aljoscha Langel (etwas jüngerer François), Christian Ehrich (mitteljunger François), Hagen Bähr (bei weitem jüngster François)

Nächste Vorstellungen: 29. März, 6. und 14. April

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