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"Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt im Münchner Volkstheater

Premiere 25. Juni 2009 um 19.30 Uhr

 

Claire Zachanassian, eine amerikanische Multimillionärin, kehrt in ihr Heimatdorf Güllen zurück, um sich zu rächen: Vor Jahrzehnten hat sie aus dem Dorf fliehen müssen, denn sie bekam ein Kind von Ill, ihrem Geliebten, und dieser Ill hat damals Zeugen bestochen, die beschworen, dass auch sie etwas mit Claire gehabt hätten.

Sie bietet der Stadt eine Milliarde, wenn man ihr den noch lebenden Ill tot vor die Füße legt.

 

Doch gleichzeitig erlebt die Stadt einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung; es sieht ganz so aus, als ob alle das für den Mord versprochene Geld bereits fest einplanen und ausgeben würden; und plötzlich erwarten alle von Ill, dass er sich opfert.

 

Friedrich Dürrenmatt nennt sein Stück „eine tragische Komödie“ oder „Komödie der Hochkonjunktur“; fast gleichnishaft handelt es von Korruption, Gier, Rache, Verlogenheit und menschlicher Schwäche. Im Nachwort seiner Buchausgabe schrieb er 1956: „Der Besuch der alten Dame ist eine Geschichte, die sich irgendwo in Mitteleuropa ereignete, geschrieben von einem, der sich von diesen Leuten durchaus nicht distanziert und der nicht so sicher ist, ob er anders handeln würde.“

 

Regisseur Frank Abt (*1976 in Laupheim) studierte Theaterwissenschaft in Berlin und Paris. Während seines Studiums absolvierte er diverse Hospitanzen und Assistenzen u. a. am Burgtheater Wien, Schauspielhaus Bochum und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Von 2003 bis 2006 war er Regieassistent am Thalia Theater Hamburg, wo er in der Gaußstraße bereits eigene Inszenierungen präsentierte, u. a. „Disco Pigs“ von Enda Walsh und „Vom Wasser ­ vom Weltkrieg“ von John von Düffel. In der Spielzeit 2006/07 entstand sein fünfteiliges Projekt „Stadtnotizen“ im Nachtasyl des Thalia Theaters. Grundlage für die Inszenierungen dieser Reihe waren Interviews, die mit den Bewohnern verschiedener Hamburger Stadtteile geführt wurden. Den Stadtteil Finkenwerder porträtierte Abt im Herbst 2006 mit „Finkenwerder Herbstprinzen oder Wie die Äpfel fliegen lernten“ als zweiten Teil der „Stadtnotizen“. Diese Aufführung war im Mai 2007 beim Festival Radikal jung am Münchner Volkstheater zu sehen. Frank Abt inszenierte in der letzten Spielzeit die deutsche Erstaufführung von Ewald Palmetshofers "wohnen. unter glas" in der Kleinen Bühne am Münchner Volkstheater, womit er zu der Hamburger Autorentheatertagen eingeladen wurde. In der kommenden Spielzeit inszeniert er u. a. am Deutschen Theater Berlin.

 

Regie: Frank Abt

Bühne: Anne Ehrlich

Kostüme: Annelies Vanlaere

 

Mit: Alexander Duda, Ilona Grandke, Katharina Haindl, Jörg Kleemann, Justin Mühlenhardt, Barbara Romaner, Robin Sondermann

 

 

 

 

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