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Neuigkeiten aus der Szene

In dieser Rubrik finden sie ausgewählte News aus der Theaterszene.

FESTIVAL POSTCOLONIAL POLY PERSPECTIVES (April - Dezember 2019) im Ballhaus Naunynstraße Berlin

Dekolonisierung unseres Alltags – über zwei Spielzeiten hinweg, von April bis Dezember 2019, legt das Ballhaus Naunynstraße mit Postcolonial Poly Perspectives den Schwerpunkt auf den Alltag, auf künstlerische, aktivistische und theoretische Ansätze zur Dekolonisierung der Gegenwart.

 

"Bartleby – Ich möchte lieber nicht" nach Herman Melville im Hans Otto Theater Potsdam

Der Schreibgehilfe Bartleby erfüllt seine Kopierarbeit bei einem Juristen mit auffälligem Fleiß. Doch nach und nach schränkt er ohne erkennbaren Grund seine Tätigkeiten ein, verlässt das Büro nicht mehr, antwortet auf Anweisungen immer häufiger: „Ich möchte lieber nicht.“ Herman Melvilles berühmte Figur spricht das aus, was viele von uns öfter sagen möchten, sich aber nicht trauen. Er weiß, was er…

Drei Premieren in den Münchner Kammerspielen

Im April zeigen die Münchner Kammerspiele drei Premieren an drei aufeinanderfolgenden Tagen:

 

"DIE NASE" nach einer Erzählung von NIKOLAI GOGOL - Theater Bonn

Als der Kollegienassessor Kowaljow, ein statusbewusster Kavalier, eines Morgens erwacht, stellt er zu seinem größten Erstaunen fest, dass ihm seine Nase fehlt. Er eilt durch Petersburg, sucht seine Nase und gibt sogar eine Annonce auf, um sie zu finden – vergeblich. Er verdächtigt einen Moment lang Iwan Jakowlewitsch, den Barbier, sie bei der letzten Rasur abgeschnitten zu haben; doch diese war…

URAUFFÜHRUNG: "Zelt" - Ein Projekt von Herbert Fritsch im Burgtheater Wien

Betrachten wir das Theater metaphorisch: als Zeltaufbau. Wenn Ihnen der Zeltaufbau zunächst komplex erscheint, sollten Sie diese Regeln berücksichtigen. Eine frühzeitige Vorbereitung schenkt Vertrauen und verwandelt Frust in Lust. Wie Ihr Trekkingzelt schnell und sicher aufgebaut wird, können Sie der Anleitung entnehmen. Zunächst unterscheidet man zwischen dem Innen- und dem Außenzelt. Dank…

URAUFFÜHRUNG: "Land in Sicht" - Ein Projekt für Wien von Joachim Meyerhoff im Burgtheater Wien

Ignaz Kirchner hat über mehr als vierzig Jahre lang Material gesammelt und in Notizhefte eingeklebt. Dort finden sich hunderte von Fotos aus Zeitschriften und Zeitungen, Bilder von Politiker*innen, Sportler*innen, Kriegsopfern und Schauspieler*innen sind wild durcheinandergemischt. Alles hat Platz in diesen Klebebüchern, steht direkt nebeneinander.

 

Uraufführung: "Ares", Tanztheater - Ein Stück von Johannes Wieland zu Musik von Richard Strauss

Ares – Aρης, der Sohn von Zeus und Hera, ist ein Rächer und Verderber. Aus der in vorgriechischer Zeit als Fruchtbarkeitsgott verehrten mythologischen Götterfigur wird der unbeliebte Kriegsgott, ein Meister des Massakers und des Blutbades – kein personifizierter Superstar oder eine wohlige Leitfigur.

 

Berliner Ensemble: "Amir" von Mario Salazar

Amir ist das Kind arabischer Einwanderer. Abschieben kann man sie als staatenlose Palästinenser nicht, aufnehmen will man sie auch nicht. Doch ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeitserlaubnis, ohne Arbeit kein Ankommen. Eine Spirale aus Zurückweisung, Frustration, Wut und Kriminalität prägt das Leben von Amir und seiner Familie. Amir ist angetrieben von der Sehnsucht nach einem „besseren“…

"Love Letters" von A. R. Gurney - Theater am Rand, Zollbrücke 16, 16259 Oderaue

In A. R. Gurneys erfolgreichem Bühnenstück geht es um Briefe – geschrieben von Melissa und Andrew von 1937 bis in die achtziger Jahre. Kathleen Gaube und Thomas Rühmann lesen daraus, begleitet von dem Gitarristen Reentko Dirks, Theaterzuschauern bekannt aus den Mitsingkonzerten.

 

Ernst Tollers »Hoppla, wir leben!«, Politische Revue im Nationaltheater Mannheim

1927. Acht Jahre nach der gescheiterten Revolution in Deutschland wird Karl Thomas aus der Psychiatrie entlassen. Die Welt hat sich weitergedreht, nur für Karl ist der Aufstand noch nicht vorbei. Aber sein Idealismus interessiert niemanden mehr. Hin- und hergerissen zwischen Resignation und Wut will Karl die Ungerechtigkeiten des Systems nicht hinnehmen.

 

URAUFFÜHRUNG: ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT - #soooeintheater - Ballett von Thiago Bordin - Badisches Staatstheater Karlsruhe

Happy Birthday! Die Frühjahrspremiere des STAATSBALLETTS steht ganz im Zeichen der Zukunft. Als tiefschürfender und hintersinniger, wahnwitziger und gewagter Beitrag zur Jubiläumssaison des STAATSTHEATERS und gleichzeitig als letzte Produktion der Ära Birgit Keil als Ballettdirektorin setzt sich die Uraufführung mit 300 Jahren Karlsruher Kultur- und Theatergeschichte auseinander, die mit Tanz und…

Ina Karr wird neue Intendantin des Luzerner Theater

Ina Karr übernimmt ab Sommer 2021 die Intendanz am Luzerner Theater. Dies gab der Stiftungsrat heute Mittwoch in Luzern bekannt. Die gebürtige Stuttgarterin ist seit 2014 Chefdramaturgin für Oper am Staatstheater Mainz und war vorher Operndirektorin am Oldenburgischen Staatstheater.

 

„Rock around Barock“ - Neues Rock-Ballett von Ben Van Cauwenbergh mit der Rockband Malletim - Aalto-Theater Essen

Wie passen klassischer Tanz und Rockmusik zusammen? Hervorragend, findet der Essener Ballettintendant Ben Van Cauwenbergh, der mit seiner kultverdächtigen „Tanzhommage an Queen“ schon einen Beweis dafür geliefert hat. Nun setzt er mit seinem neuen Ballettabend „Rock around Barock“ noch einen drauf, denn er stellt den Tänzerinnen und Tänzern eine Live-Band zur Seite: Die Wiesbadener Formation…

"Sinn" - Eine Produktion mit Jugendlichen der intergroup von Anja Hilling - REsidenztheater München

Phöbe hat auf Tommis Geburtstagsparty nur mehr Augen für den blinden DJ Fred, dem sie ihre hart erkämpfte Attraktivität doch nicht zeigen kann. Tommi liebt Jasmin, die betrügt ihn in der Bäckerei seines Vaters mit seinem besten Freund Karl. Jasmin küsst Jule in einer Dönerbude am helllichten Tag und sucht unter der eigenen Haut, die sie mit Zahnstochern durchsticht, nach einer ihr unbekannten…

"Der Bürger als Edelmann / Ariadne auf Naxos" im Staatstheater Darmstadt

Komödie von Molière in einer Fassung von Beate Seidel und Christian Weise | Übersetzung Wolfgang Deichsel

und

Oper in einem Aufzug von Richard Strauss | Text von Hugo von Hofmannsthal

 

Thementage - "Heute ist die Zukunft von gestern" im Staatstheater Braunschweig

Das derzeitige Tempo der Innovationen ist atemberaubend, die digitale Revolution setzt zum Sprint an und zieht alle anderen Bereiche mit sich: Selbstfahrende Autos, selbstlernende Algorithmen, Mensch-Maschinen-Hybride – Science-Fiction ruckt in den Bereich konkreter Machbarkeit. Wie sieht die Welt von morgen aus?

 

"Die kahle Sängerin" von Eugene Ionesco im Theater Tiefrot ion Köln

Das Ehepaar Martin besucht das Ehepaar Smith. Vorgeblich befreundet, sind die vier einander fremd. Nur schwerlich und stockend entspinnt sich eine Abendunterhaltung, die durch verunglückte Anekdoten eines Feuerwehrhauptmannes und pseudo-detektivische Ermittlungen des Dienstmädchens Mary »aufgelockert« wird. Die Aggressivität steigert sich zum Krieg im Wohnzimmer. Jeder gegen jeden, verbal…

Schauspiel Leipzig: "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich von Kleist -

Der preußische Reitergeneral Prinz Friedrich von Homburg soll sich auf die bevorstehende Schlacht gegen das schwedische Heer vorbereiten, wird stattdessen aber vom Kurfürsten und dessen Hofstaat schlafwandelnd aufgefunden. Der Kurfürst möchte den träumerischen Zustand Homburgs ausnutzen und unterzieht ihn einer Prüfung, in deren Verlauf Homburg seine innersten Wünsche preisgibt: Er spricht…

Düsseldorfer Schauspielhaus: »Maria Magdalena«, Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Hebbel -

Friedrich Hebbels »Maria Magdalena«, entstanden 1843, gilt als das letzte bürgerliche Trauerspiel. Der Regisseur Klaus Schumacher nähert sich dem Stoff aus heutiger Sicht, möchte erforschen, wie viel die damals gewaltvollen Begriffe von Ehre, Familie und Moral noch mit uns zu tun haben. Denn sind nicht Familienbande vielleicht immer noch die stärksten Fesseln, gerade in der heutigen freien Welt? …

KASIMIR UND KAROLINE - Volksstück von Ödön von Horváth - Theater Münster

»Und die Liebe höret nimmer auf« ist das zynische Motto, das Ödön von Horváth diesem kleinen Totentanz über das Ende einer Liebe in Zeiten der Krise voranstellt. Schauplatz ist das Münchner Oktoberfest in unserer Zeit. -- Kasimir ist Chauffeur und hat gerade seine Arbeit verloren, aber seine Freundin Karoline will unbedingt auf dem Oktoberfest ihren Spaß haben. Da Kasimir nicht in Stimmung ist und…

"Pelle der Eroberer" von Martin Andersen Nexø - Mecklenburgisches Staatstheater

Ein mit Tränen gemischtes Lied an das Leben. Mit dem ersten Band eines monumentalen Werkes von Martin Andersen Nexø bringt Schauspieldirektor Martin Nimz erneut ein großes Ensemblestück auf die Bühne: PELLE DER EROBERER ist ein berührendes Drama um Anpassung und Rebellion, Träume und Erschütterungen, Verlust und Hoffnung, Liebe und Freundschaft, Abschied und Neuanfang – Väter und Söhne.

 

"Lebensformen Kunst, Diskurs, Performance" im Haus der Kulturen der Welt Berlin

Welche Formen nimmt das Leben an? An drei Tagen erproben internationale Künstler_innen und Wissenschaftler_innen kollektive Handlungsmöglichkeiten für die technologisch geprägte Gegenwart. Synthetische Biologie, Climate Engineering und algorithmusbasierte Modelle stellen etablierte Weltbilder sowie die Wertevorstellungen gesellschaftlichen Zusammenlebens in Frage. Die Beschleunigung und…

Theater Hof: „Kiss Me, Kate!“ von Cole Porter

"Die Lieb' hält Maß, die Lust hat nie genug; die Lieb' ist Wahrheit ganz, die Lust ganz Lug"- schreibt Shakespeare über die Liebe. Und um beides geht es in dem Broadway-Musical KISS ME, KATE! - um die Liebe und um Shakespeare.

 

SCHAUSPIEL ESSEN: "Der stumme Diener" von Harold Pinter

Das Anstrengendste an ihrem Job ist das Warten: Ben und Gus sind Auftragskiller in bester Tarantino-Manier. In maroden Hotelzimmern harren sie ihrer Opfer, erledigen kurz und schmerzlos ihren Job und verschwinden so unauffällig wie möglich wieder. Doch diesmal ist alles anders: Per „stummem Diener”, einem kleinen Aufzug in der Wand, flattert eine Bestellung erlesener Speisen nach der anderen ins…

"Die Orestie" von Aischylos im Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytaimnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orestes Rache; Orestes tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten…

WE ARE ALL DIFFERENT - Ein biographisches Tanztheaterprojekt über Identität und Heimat - Stadttheater Bremerhaven

Was jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit ausmacht und was die Menschen miteinander verbindet, sind die zwei Pole, zwischen denen sich die Tanztheaterperformance «we are all different» in der Choreographie von Tom Bünger bewegt.

 

JUNK von Ayad Akhtar - Theater Heidelberg

"Es ist kein Zufall, dass Donald Trump durch Schulden an die Macht gekommen ist. Es ist kein Zufall, dass Donald Trump nichts von dem ist, was er vorgibt zu sein. Dafür gibt es tiefe strukturelle Gründe, die meiner Meinung nach in der Geschichte der US-Wirtschaft in den späten 1970ern und 80ern liegen." (Ayad Akhtar)

 

Urfaufführung: "Der geteilte Himmel", Erzählung von Christa Wolf in einer Bühnenfassung von Ann-Kathrin Hanss - Theater Eisleben:

Rita Seidel ist jung, warmherzig, optimistisch und zum ersten Mal verliebt. Manfred Herfurth lernt sie auf einem Dorffest kennen. Sie entscheidet sich, zu ihm nach Halle zu ziehen und Lehramt zu studieren. Das Paar wohnt trotz großer Spannungen mit den Eltern in deren Villa. Vor ihrem Studium absolviert Rita ein Praktikum beim Waggonbau in Ammendorf. Sie lernt den sozialistischen Betriebsalltag…

Dramatiker Wilke Weermann gewinnt Hans-Gratzer-Stipendium 2019

Wilke Weermann wurde gestern Nacht für seinen Stückentwurf unter dem Arbeitstitel „Angstbeißer“ mit dem Hans-Gratzer-Stipendium 2019 ausgezeichnet. Einstimmig fiel die Entscheidung der Jury auf Weermann, der sich damit unter 103 Bewerber*innen durchsetze.

 

Wuppertaler Bühnen: Mozarts ›Die Hochzeit des Figaro‹

Der Graf Almaviva hat es auf Susanna abgesehen, die Verlobte Figaros, seines Kammerdieners und Vertrauten. Auf Figaro wiederum hat es Marcellina abgesehen. Und der hormongesteuerte Teenager Cherubino hat es prinzipiell auf alle Frauen im Palast des Grafen abgesehen. Das turbulente Stück über Sexualtrieb, Herrschergesten und enttäuschte Gefühle ist das Resultat der wahrscheinlich kongenialsten…

Kritiken

Distanziert

Man hat sich fein gemacht für das Fest bei den Capulets, alles glänzt und glitzert, die Damen tragen weite Tellerröcke…

Von: Dagmar Kurtz

Zwischen Leichtigkeit und Schwere

Mit gleich drei neu konzipierten Stücken wird das Düsseldorfer Publikum vom Ballettabend "B39" in der Deutschen Oper am…

Von: Dagmar Kurtz

Der Sturm im Wasserglas

Ein schwarzgekleideter Mann in einer Sporthose mit den drei berühmten Streifen und mit Motorradhelm steht auf der Bühne,…

Von: Dagmar Kurtz

Stilwechsel

Ein Stück von John Ford, einem Zeitgenossen William Shakespeares, bildet die Grundlage für das Libretto der soeben…

Von: Dagmar Kurtz

Abwärts

Haushohe Bretterverschläge, die sich verschieben, sich verdrehen, zu Labyrinthen werden, in denen sich K. in der…

Von: Dagmar Kurtz

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