Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"falstaff" von Giuseppe Verdi im Theater Dortmund"falstaff" von Giuseppe Verdi im Theater Dortmund"falstaff" von Giuseppe...

"falstaff" von Giuseppe Verdi im Theater Dortmund

Premiere: 11. April 2010 im Opernhaus

 

Falstaff ist der gefallene Ritter, der sich plötzlich in der Rolle des Hofnarren eines Bürgertums findet, das aus seiner grotesken Verführungskraft und Potenz die eigene Lebensenergie saugt.

Am Ende sind alle Genarrte, doch jeder auf andere Weise. Die Welt ist ein Tollhaus. Der Spaß geht immer auf Kosten der anderen und fällt doch jedes Mal auf den Spaßmacher zurück. Denn auch der Spaß hat seine bösen Seiten, wenn die Welt aus den Fugen ist und nur noch in der Fuge Halt findet: „Wer zuletzt lacht, lacht am besten.“

 

Um den gravitätisch-komischen Sir John Falstaff kreist die menschliche Komödie. In seinen erotischen Obsessionen äußert sich der ungebrochene Wille, dem Leben auf den Grund zu gehen, auch um den Preis der eigenen Lächerlichkeit. Ohne den Mut zum Lächerlichen erstirbt das Leben. Der plump-elegante Falstaff steigt auch nach der verheerendsten Niederlage wie Phoenix aus der Asche und bewahrt seine Menschenwürde.

 

Mit seinem 1893 entstandenen letzten Bühnenwerk nach Shakespeare hat Verdi die musikalische Komödie geradezu noch einmal neu erfunden und dabei zu einem absoluten Höhepunkt geführt. Auf der Basis von Arrigo Boitos genialem Textbuch schrieb er eine Musik, die in ihrer Agilität eine Jugendlichkeit ausstrahlt, bei der man kaum auf das hohe Alter des Komponisten schließen würde. Überdies gelang Verdi mit falstaff ein Welttheater, bei dem die Grenzen zwischen Komödie und Tragödie aufgebrochen werden.

 

Musikalische Leitung Jac van Steen, Motonori Kobayashi

Inszenierung Beverly Blankenship

Bühnenbild John Lloyd Davies

Kostüme Susanne Hubrich

Choreinstudierung Granville Walker

Dramaturgie Dr. Klaus Angermann

 

Sir John Falstaff Jacek Strauch

John Ford Simon Neal

Mrs. Alice Ford Susanne Schubert, Christina Rümann

Mrs. Meg Page Maria Hilmes, Vera Semieniuk

Mrs. Quickly Ji Young Michel

Nannetta Julia Amos, Martina Schilling, Angela Bic

Fenton Craig Bermingham, Charles Kim

Dr. Cajus Stephan Boving

Bardolph Hannes Brock

Pistol Bart Driessen, Marko Spehar

Robin, Falstaff Page Statisterie

Der Wirt Statisterie

 

Opernchor des Theater Dortmund

Statisterie des Theater Dortmund

 

Regieassistenz Martin Berger

Musikalische Assistenz Moto Kobayashi, Robin Davis, Michael Hönes, Ralf Soiron, Thomas Hannig

Inspizienz Alexander Becker

Soufflage Adriana Naldon

 

Musikalische Leitung: Jac van Steen

Inszenierung: Beverly Blankenship

Bühne: John Lloyd Davies

Kostüme: Susanne Hubrich

Choreinstudierung: Granville Walker

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑