Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Samurai" von Dirk Laucke, Theater HeidelbergUraufführung: "Samurai" von Dirk Laucke, Theater HeidelbergUraufführung: "Samurai" ...

Uraufführung: "Samurai" von Dirk Laucke, Theater Heidelberg

Premiere - Sa 23.11.2013, 20.00 Uhr, Zwinger 1. -----

Harry ist nicht sehr besonders und er rüttelt auch nicht an den Säulen der Welt. Auch sein bester Freund und Arbeitskollege Anton will nichts mehr von ihm wissen, seitdem Harry sich nicht am Lohnstreik beteiligt hat.

 

Tochter Jule kommt allenfalls noch vorbei, um sich Geld zu pumpen. Die Weihnachtsgeschenke für ihren Sohn, Harrys Enkel, liegen noch im Hochsommer eingepackt in Opis Schrank. Selbst der arme alte Schrank wurde mal besser, das heißt doppelt gebraucht – von Harry und seiner Frau Rita. Aber auch ihr begegnet Harry nur noch in seinen Alpträumen. Vielleicht ist das einzig Besondere, was Sie über diesen Harry erfahren, dass er mit Vollgeschwindigkeit gegen eine Leitplanke rast.

 

Zur eigenen Verwunderung (wahrscheinlich) erwacht er in einem Krankenhaus, an dem vielleicht das einzig Überraschende sein exaltierter Bettnachbar Joseph Neumann ist: Arbeitsverweigerung scheint ihm erste Bürgerpflicht. Und so mogelt er sich mit diversen Aufputschmitteln zur nächsten Krankschreibung wegen Herzrhythmusstörungen. Und dann wäre da noch Krankenschwester Karin Bachmann, die doch was Besonderes ist, für Harry auf jeden Fall. Das wär's eigentlich schon über Harry, zumindest der Anfang der Geschichte. Und dass er eines besonders mag: Samurai. Aber das verrät ja schon der Titel.

Dirk Laucke

 

Dirk Laucke studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Er gewann den Kleist-Förderpreis 2006 für alter ford escort dunkelblau (UraufführungTheater Osnabrück) und wurde damit zu den Mülheimer Theatertagen sowie zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. 2007 wählte ihn die Fachzeitschrift „Theater heute“ zum Autor des Jahres. Seine Stücke werden u. a. in Berlin, Dresden, Mülheim und Hamburg gezeigt. In der letzten Spielzeit war im Zwinger1 sein Rechercheprojekt Einigkeit und … zu sehen, das sich mit der derzeitigen politischen Situation der Sinti und Roma in Ungarn auseinandersetzt.

 

Für die Regie dieser Uraufführung am Theater und Orchester Heidelberg zeichnet Jens Poth verantwortlich. Bühne und Kostüme liegen in der Hand von Simone Wildt. Beide arbeiteten bereits in Heidelberg, so z. B. bei Alpenvorland von Thomas Arzt oder Epic 3.0.

 

Als Schauspieler sind Christina Rubruck, Nanette Waidmann, Clemens Dönicke, Steffen Gangloff, Olaf Weißenberg zu erleben.

 

Weitere Aufführungstermine: Fr 29.11., Sa 07.12., Fr 20.12., jeweils 20.00 Uhr, So 22.12.2013, 19.00 Uhr, Do 30.01.2014, 20.00 Uhr; Informationen und Tickets: www.theaterheidelberg.de; 06221/5820.000

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑