Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Deutsches Nationaltheater Weimar: "Störfall. Nachrichten eines Tages" von Christa Wolf Deutsches Nationaltheater Weimar: "Störfall. Nachrichten eines Tages" von...Deutsches...

Deutsches Nationaltheater Weimar: "Störfall. Nachrichten eines Tages" von Christa Wolf

Premiere am 26.4.2016, 20 Uhr in der Studiobühne. -----

Anlässlich des 30. Jahrestags des Reaktorunglücks von Tschernobyl hat Regisseur Enrico Stolzenburg die Erzählung "Störfall. Nachrichten eines Tages" von Christa Wolf als szenischen Lesung eingerichtet.

Schauspielerin Elke Wieditz spricht, liest und spielt die Ich-Erzählerin aus Christa Wolfs Buch, das wenige Tage nach dem atomaren Super-Gau entstanden ist. Unter dem unmittelbaren Eindruck der tragischen Ereignisse schildert die 2011 verstorbene Autorin den Einbruch des Unfassbaren in das menschliche Leben, entfesselte Kräfte, über die der Mensch keine Kontrolle mehr hat.

 

Für ihre Protagonistin fallen am 26. April 1986 zwei Katastrophen zusammen: die Explosion im Reaktor des Kernkraftwerks in Tschernobyl und die riskante Gehirnoperation ihres Bruders. Daraus entfaltet sich ein intimer und kritischer Gedankenteppich über den sich entgrenzenden Fortschrittswillen des Menschen.

 

Aus der Alltäglichkeit eines Tagesverlaufs reflektiert Christa Wolf die zerstörerische Kehrseite zivilisatorischer Technik, deren Risiken nur bedingt beherrschbar sind. Mit Blick auf die schweren Havarien in Fukushima im Jahr 2011, auf die der Theaterabend von Enrico Stolzenburg ebenfalls Bezug nimmt, ist ihr Text heute so aktuell wie damals.

 

Weitere Vorstellungen folgen am 5.5., 29.5. und 3.6.2016 sowie in der nächsten Spielzeit.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 6 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑