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DIE AMAZONEN von Stefan Schütz im Bremer Theater

Premiere am 1. Februar 2007, 20.00 Uhr, Schauspielhaus.

 

Herakles liegt vor der Amazonenstadt Themiskyra. Er will die Königin Antiope herausfordern. An seiner Seite kämpft Theseus, der mit einem Sieg und vor allem mit fetter Beute seine Macht in Athen wieder stärken soll.

Das Amazonenheer stellt sich der Schlacht, es gibt Tote und Verletzte. Da trifft die Königin auf den König, und es passiert das Unbegreifliche: Theseus legt ihr sein Herz zu Füßen und führt sie nicht als Gefangene, sondern als Geliebte nach Athen. Doch er kann dem Druck der Athener nicht standhalten, die das Amazonenweib nur dulden, und opfert schließlich seine Liebe zu Antiope der Staatsräson: Er heiratet die politisch bessere Partie Phädra. Antiope will ein letztes Duell. Der Untergang des Amazonenvolkes ist damit besiegelt, die patriarchalische Ordnung durchgesetzt.

Die Amazonen, uraufgeführt 1977 in Basel, ist die zweite Antikenadaption des DDR-Autoren Stefan Schütz. Das Stück wurde in der DDR nicht gespielt. Auch in Westdeutschland, wohin Schütz 1980 übersiedelte, kamen seine Werke selten auf die Bühne, obwohl Heiner Müller die theatralischen Qualitäten und die betörend schöne Sprache von Schütz würdigte. Zusammen mit anderen DDR-Autoren – allen voran Heiner Müller, dem er seine erste Antikenadaption Odysseus Heimkehr gewidmet hatte –, griff Schütz in den 70er und 80er Jahren auf mythologische Stoffe zurück.

 

Stefan Schütz wurde 1944 in Memel geboren und arbeitete nach seiner Ausbildung an der Ernst-Busch-Schule zunächst als Schauspieler. 1979 erhielt er den Gerhart-Hauptmann-Preis der Freien Volksbühne. Für seinen Roman Medusa wurde er mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet.

Konstanze Lauterbach arbeitet seit 1995 regelmäßig am Bremer Theater. So inszenierte sie unter anderem Medea von Hans Henny Jahnn und Der Hofmeister von Jakob Michael Reinhold Lenz. 


Konstanze Lauterbach
Inszenierung
Hans-Martin Scholder
Bühne
Karen Simon
Kostüme

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