Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder,..."Die bitteren Tränen der...

"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" von Rainer Werner Fassbinder, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

Premiere 07.09.2013, 20.30 Uhr. -----

Petra von Kant, geschiedene Ehefrau, Mutter und erfolgreiche Modeschöpferin, lernt die schöne 23-jährige Karin Thimm kennen und verfällt ihr hoffnungslos. Eine Karriere als Model, Unterstützung, Geld – sie verspricht Karin alles und ruiniert sich für die junge Frau.

Ihre Hingabe wird Petra zum Verhängnis, als sich Karins Liebe als Berechnung entpuppt und Karin zurück zu ihrem Ehemann flieht. Verzweifelt bricht Petra zusammen, verstößt Mutter, Tochter, beste Freundin und erliegt der Depression. Doch in Petras Rücken leidet stumm noch eine weitere Liebende, ihre Dienstbotin Marlene, die ihr über alle Demütigungen hinweg ergeben ist.

 

In dem 1971 entstandenen Stück mit sechs großen Frauenrollen seziert Fassbinder die Dynamik von Liebe und Begehren und enthüllt die in jeder Beziehung verborgenen Macht- und Unterdrückungsstrukturen: wer mehr liebt, verliert. Zugleich spiegelte er autobiographisch in der erfolgreichen, herrischen, egomanen und doch aufrichtig liebenden Petra seine eigene Situation und in den unentwegt Nähe einfordernden Figuren von Mutter, Freundin, Tochter und der in Liebe leidenden Marlene sein unmittelbares Umfeld.

 

Mit dem Melodram und Kammerspiel »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« setzt Patrick Wengenroth seine Beschäftigung mit Fassbinder fort. An der Schaubühne hat er zuletzt mit »Angst essen Deutschland auf« eine Inszenierung zur Premiere gebracht, in der sich Interviewtexte von Fassbinder zu einem Panorama der emotionalen Verfasstheit Deutschlands verbinden.

 

Realisation Patrick Wengenroth

Bühne Mascha Mazur

Kostüme Andy Besuch

Musik Matze Kloppe

Licht Erich Schneider

 

Mit Iris Becher, Jule Böwe, Lucy Wirth, Regine Zimmermann, Patrick Wengenroth, u.a.

 

Musiker Matze Kloppe

 

Termine

09.09.2013, 20.30 Uhr

11.09.2013, 20.30 Uhr

01.10.2013, 20.00 Uhr

02.10.2013, 20.00 Uhr

21.10.2013, 20.00 Uhr

22.10.2013, 20.30 Uhr

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑