Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Giuseppe Verdis selten gespieltes Frühwerk "Un giorno di regno" (König für einen Tag) im Stadttheater BremerhavenGiuseppe Verdis selten gespieltes Frühwerk "Un giorno di regno" (König für...Giuseppe Verdis selten...

Giuseppe Verdis selten gespieltes Frühwerk "Un giorno di regno" (König für einen Tag) im Stadttheater Bremerhaven

Premiere 28. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

 

Stanislaus heißt eigentlich Belfiore und ist auch kein König, sondern lediglich dessen Höfling. Da aber der richtige König Stanislaus heimlich verreisen musste, um seinen Thron zu retten, hat er Belfiore kurzerhand für einen Tag zum König erklärt.

 

Ausgerechnet an diesem Tag steht eine Doppelhochzeit an, zu der der König eingeladen worden ist. Ausstaffiert mit Krone und Zepter macht sich Belfiore auf, die Paare zu vermählen. Zu seinem Entsetzen erkennt er in der einen Braut seine ehemalige Geliebte, die er gern zurück gewinnen möchte.

 

Unter den 26 Opern Giuseppe Verdis befinden sich nur zwei komische: die eine – «Falstaff» – ist Verdis letzte Oper und die andere – «Un giorno di regno» aus dem Jahre 1840 – steht am Anfang seines Schaffens. In ihr spürt man den Geist Gioachino Rossinis, dem absoluten Meister der komischen Oper. Verdis viel zu selten gespieltes Frühwerk ist ein vitales Spiel um Schein und Sein, das durch melodische Frische und rasante Ensembles besticht.

 

Regisseur Philipp Kochheim: „Wir haben für unsere Bremerhavener Inszenierung auf eine Aktualisierung der Oberfläche verzichtet und die Figuren da belassen, wo wir sie vorgefunden haben: In einem leicht verstaubten Winkel der Operngeschichte, wie abgelegte Marionetten in einer Rumpelkammer ehemals zauberischer Zusammenhänge, die nur darauf warten, wieder bewegt zu werden.“

 

Philipp Kochheim arbeitet seit 1997 als Regisseur. Von 2004 bis 2008 war er Oberspielleiter der Oper am Staatstheater Darmstadt. Er inszeniert unter anderem in Bielefeld, Oldenburg und Dortmund. 2003 wurde er mit dem Otto-Kasten-Preis der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins und 2004 mit dem Götz-Friedrich-Preis für Regie ausgezeichnet.

 

Die Bühnen- und Kostümbildnerin Barbara Bloch arbeitete schon mehrfach mit Philipp Kochheim zusammen. Sie ist außerdem Bühnenbildnerin und Künstlerische Werkstättenleiterin am Theater Lüneburg.

 

Libretto von Felice Romani

Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Richard Fletcher

Inszenierung Philipp Kochheim

Ausstattung Barbara Bloch

Dramaturgie Juliane Piontek

Choreinstudierung Ilia Bilenko

Regieassistenz u. Abendspielltg. Sebastian Glathe

Inspizienz Regina Hube

Soufflage Mareike Zill

 

Il Cavaliere di Belfiore Peter Kubik

Il Barone di Kelbar Slavin Peev

La Marchesa del Poggio Lilli Wünscher

Giulietta di Kelbar Ann Juliette Schindewolf

Edoardo di Sanvai Daniel Kim

Il Signor La Rocca Uwe Schenker-Primus

Il Conte Ivrea Ziad Nehme

 

Opernchor

Städtisches Orchester Bremerhaven

 

Termine: 3. / 9. / 12. / 15. / 18. Juni (Zum letzten Mal)

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑