Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Hiob" von Joseph Roth im Hans Otto Theater Potsdam"Hiob" von Joseph Roth im Hans Otto Theater Potsdam"Hiob" von Joseph Roth...

"Hiob" von Joseph Roth im Hans Otto Theater Potsdam

Premiere 13. Juni ’13 › 19.30 Uhr, Reithalle. -----

Russland, um 1900: Im Schtetl einer Provinzstadt im Zarenreich führen der jüdisch-orthodoxe Dorfschullehrer Mendel Singer und seine Familie ein bescheidenes Leben. Doch den Kindern wird diese Welt zu eng. Mendels ältester Sohn folgt willig der Einberufung zum russischen Militär. Dem zweiten gelingt es, sich freizukaufen und in die Neue Welt zu gehen.

Die schöne Tochter Mirjam sucht Lebendigkeit in der Liebe zu den christlichen Kosaken. Nur Menuchim, der Jüngste, körperlich und geistig krank, bleibt bei den Eltern. Als der amerikanische Sohn die Eltern samt Schwester nach New York holt, lassen sie Menuchim allein zurück. Aber Mendel wird in Amerika nicht froh. Der Sohn meldet sich für Amerika in den Weltkrieg und fällt. Der andere, in Russland, wird vermisst gemeldet. Mirjam verliert den Verstand, als ihr Mann stirbt. Die Mutter geht an alldem zugrunde. Und Mendel kann Menuchim nicht vergessen. Wie auf Hiob im Alten Testament prasseln die Schicksalsschläge auf Mendel ein, und er verliert den Glauben an Gott. Doch dann nimmt die traurige Geschichte eine wundersame Wendung…

 

»Hiob«, 1930 erschienen, wurde Joseph Roths berühmtester Roman. Er beschreibt vor dem Hintergrund der biblischen Legende den Untergang einer Welt, die der erfolgreiche Journalist Roth aus eigener Erfahrung nur zu genau kannte. Roth wurde 1894 im galizischen Schtetl Brody geboren. Die Abwesenheit des Vaters, der wahnsinnig wurde, der Verlust des österreichischen Vaterlandes und die Auseinandersetzung mit seiner jüdischen Identität prägten seine literarischen Arbeiten, darunter »Die Legende vom heiligen Trinker« und »Radetzkymarsch«. 1939 starb Joseph Roth, verarmt und schwer alkoholkrank, im Pariser Exil.

 

Nach dem gleichnamigen Roman. In der Fassung von Koen Tachelet

 

Regie Michael Talke

Bühne u. Kostüme Barbara Steiner

 

Mit

› Christoph Hohmann

› Rita Feldmeier

› Friedemann Eckert

› Patrizia Carlucci

› Alexander Finkenwirth

› Eddie Irle

› René Schwittay

 

15. Juni ’13 › 19.30 Uhr

19. Juni ’13 › 19.30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑