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"Homo faber" - Ein Bericht von Max Frisch | Bühnenfassung von Volkmar Kamm im Stadttheater Fürth

Premiere: Donnerstag, 3. März 2016, 19.30 Uhr, Stadttheater Fürth, Großes Haus. -----

Unzählige Leser und Leserinnen haben ihn auf seiner Reise durch den Dschungel Guatemalas begleitet: Walter Faber, Ingenieur und Hauptfigur des Romans "Homo faber" des Schweizer Autors Max Frisch. 1957 erschienen, entwickelte sich das bekannteste Prosawerk Max Frischs zu einem Bestseller und gehört heute zu den Klassikern der Weltliteratur.

Volker Schlöndorffs Verfilmung von 1991 mit Sam Shepard in der Hauptrolle erhielt 1992 beim Deutschen Filmpreis einen Film Award in Silber. Nun kommt "Homo faber" in einer Neuinszenierung auf die Bühne des Stadttheaters.

 

Walter Faber ist durch und durch Rationalist: "Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Wieso Fügung?" In seiner Weltanschauung haben Emotionen und Zufall keinen Platz, sind quasi gar nicht existent. Alles ist genau berechnet, und die Technik und der Fortschritt lenken das Leben in geordneten Bahnen. Diese Ordnung im Leben des Walter Faber wird jäh zerstört, als das Flugzeug, in dem er sitzt, in einem Dschungel notlandet. Es beginnt eine wahnwitzige Reise, bei der er auf seinen toten Jugendfreund und später - ohne es zu wissen - auf seine Tochter trifft, mit der er ein inzestuöses Verhältnis anfängt, welches ein tragisches Ende nimmt.

 

Max Frisch verarbeitet in "Homo faber" den Konflikt zwischen persönlicher Identität und sozialer Rolle, die Auswirkung von Zufall und Schicksal auf das Dasein oder den Gegensatz von Technik zu Natur und Mythos. Themen, die auch im 21. Jahrhundert noch aktuell sind: Da verehren die einen die Technik als neue Religion, die anderen suchen ihr Heil in einer neuen Spiritualität.

 

Bühnenfassung von Volkmar Kamm

 

Inszenierung Ulrike Arnold

Co- Regie Eli Wasserscheid

Bühne & Kostüm Julia Ströder

Dramaturgie Matthias Heilmann

Licht Sebastian Carol

Ton Alexander Sticht, Wolfgang Meyer

Regie-Assistenz Deborah Sing

Inspizienz Uwe Stiller

Kostümrealisation Kaja Fröhlich-Buntsel, Kathrin Ehrlinger

Requisite Daniela Weigel

Maske Nicole Zürner

Technische Leitung Manfred Dotter

Bühnenmeister Heino Ziegler-Martin, Dietmar Schleinitz

 

Mit

Walter, der Berichtende Markus Fennert

Faber, der Erlebende Alexander Höchst

Hanna Petra Hartung

Sabeth Fanny Krausz

 

Weitere Termine

 

04.03.2016

19:30

Stadttheater

 

05.03.2016

19:30

Stadttheater

 

06.03.2016

19:30

 

08.03.2016

19:30

 

09.03.2016

19:30

 

10.03.2016

19:30

 

11.03.2016

19:30

Stadttheater

 

 

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