Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
56. Berliner Theatertreffen vom 3. bis 20. Mai 2019: Johannes Nussbaum erhält den Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2019 56. Berliner Theatertreffen vom 3. bis 20. Mai 2019: Johannes Nussbaum... 56. Berliner...

56. Berliner Theatertreffen vom 3. bis 20. Mai 2019: Johannes Nussbaum erhält den Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2019

Der 25. Alfred-Kerr-Darstellerpreis wurde am 19. Mai im Haus der Berliner Festspiele verliehen.

Der diesjährige Juror des Alfred-Kerr-Darstellerpreises Franz Rogowski traf seine Entscheidung nach Besuch der neun beim 56. Theatertreffen gezeigten Inszenierungen („Das Internat“ von Ersan Mondtag konnte leider nicht im Theatertreffen gezeigt werden). Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für die herausragende Leistung einer jungen Schauspielerin/eines jungen Schauspielers im Rahmen des Theatertreffens geht in diesem Jahr an Johannes Nussbaum für seine schauspielerische Leistung in der Aufführung „Das große Heft“ nach dem Roman von Ágota Kristóf. Die Inszenierung in der Regie von Ulrich Rasche (Staatsschauspiel Dresden) ist im Rahmen des Theatertreffens am 19. und 20. Mai im Haus der Berliner Festspiele zu sehen. Der Juror Franz Rogowski besuchte eine Aufführung am Staatsschauspiel Dresden.

 

Copyright: Hilde van Mas

Aus der Begründung des Jurors Franz Rogowski:
„Du bist toll, Du hast alle Farben, die der Regenbogen hat, und versuchst nicht der Regenbogen zu sein. Du bist wirklich eine Bereicherung für das Theater und den Film. [...] Ich freu mich auf alles was da kommt mit Dir und von Dir. Ich danke Dir, dass Du ein Teil bist vom diesjährigen Theatertreffen. Du hast eine unglaubliche Präsenz auf der Bühne, ohne Dich in den Vordergrund spielen zu müssen. Du bist virtuos und gleichzeitig berührbar.“

Johannes Nussbaum wurde 1995 geboren und wuchs in Mödling in der Nähe von Wien auf. Schon in jungen Jahren machte er seine ersten Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera. Johannes Nussbaum studierte von 2015 bis 2018 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Bereits währenddessen war er auf der Bühne des Deutschen Theater Berlin zu erleben und gastierte in der Regie von Ulrich Rasche am Staatsschauspiel Dresden („Das große Heft“) sowie bei den Salzburger Festspielen („Die Perser“). 2016 erhielt er die österreichische Film- und Fernsehauszeichnung Romy als „Bester Nachwuchsschauspieler“ für seine Rolle in der ORF-Serie „Vorstadtweiber“.Mit der Spielzeit 2019/2020 wird Johannes Nussbaum sein Erstengagement am Münchner Residenztheater antreten.

Die Preisverleihung fand am Sonntag, 19. Mai um 14.30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele in Anwesenheit von Dr. Deborah Vietor-Engländer (Präsidentin der Alfred-Kerr-Stiftung), Torsten Maß (Stiftungsvorstand), Dr. Thomas Oberender (Intendant der Berliner Festspiele), Yvonne Büdenhölzer (Leiterin Theatertreffen) und Prof. Dr. Peter von Becker (Der Tagesspiegel) mit einem Grußwort von Lady Diany Kerr (Stifterin Judith Kerr) statt. Die Regisseurin Susanne Kennedy hielt eine Manifestrede über den Wandel der Schauspielkunst im 21. Jahrhundert.

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wurde 1991 von der Familie Kerr und der Pressestiftung Tagesspiegel sowie den Berliner Festspielen gemeinsam ins Leben gerufen. Die nach dem berühmten Berliner Theaterkritiker benannte Auszeichnung würdigt die herausragende Leistung einer jungen Schaupielerin/eines jungen Schauspielers in einer der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird durch die Alfred-Kerr-Stiftung mit Unterstützung durch den Tagesspiegel, die Schering-Stiftung und die Stiftung Preußische Seehandlung finanziert.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑