Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Kammeroper Frankfurt im Palmengarten: "Die lustige Witwe" von Franz Lehár Kammeroper Frankfurt im Palmengarten: "Die lustige Witwe" von Franz Lehár Kammeroper Frankfurt im...

Kammeroper Frankfurt im Palmengarten: "Die lustige Witwe" von Franz Lehár

Premiere Freitag 11. Juli 2014, 20 Uhr, Orchestermuschel/ Musikpavillon im Palmengarten. -----

Die „Lustige Witwe“ ist der amüsanteste Trauerfall der gesamten Musikgeschichte. Der ehemalige Kapellmeister der K.u.K.-Armee rettete 1905 das Genre Operette durch eine kräftige Injektion Unmoral und Witz und eine Musik, die den in der Handlung unaufhörlich fließenden Champagner geradezu hörbar macht.

Die Handlung scheint in Zeiten seltsamer Regierungen und drohender Staatsbankrotte fast wieder aktuell. Eine knusprige, reiche Witwe soll an den Mann gebracht werden, um den Operettenstaat Pontevedro vor dem Bankrott zu retten. Es folgen Verwirrungen, Missverständnisse, zynische Manöver und Zylinder, gehörnte Ehemänner, depperte Adelige, vorgetäuschte und echte Liebesschwüre. Die Musik schwebt im Walzertakt durch den Saal, reitet scharfe Galoppattacken oder hebt die Röcke zum Cancan.

 

Der 35-dreißigjährige Lehar schrieb in diese eine Operette so viele „Hits“ hinein, dass man heutzutage sicher drei Musicals damit bestücken würde: „Ich bin eine anständige Frau“, „Lippen schweigen, es flüstern Geigen“, „Heute gehe ich ins Maxim“ und viele mehr. Die Witwe eroberte wenige Jahren nach der Uraufführung die Welt bis in die hintersten Winkel von Ceylon, Südafrika oder Südamerika. Allein zu Lehars Lebzeiten (er starb 1948) wurde sie 300 000 Mal gespielt, mehrfach verfilmt und gilt auch heute noch als Kronjuwel unter den Operetten. Wer könnte geeigneter sein als die Frankfurter Kammeroper, dieses launige Stück Lebenslust auf die Bühne zu bringen? Vom Staub der Tradition befreit wird die Lustige Witwe im Sommer unter dem Sternenhimmel des Palmengartens ihr Unwesen treiben und zeigen, wie viel Witz, Erotik und Energie in dem heute oft unterschätzten Genre Operette steckt.

 

Die lustige Witwe

Operette in drei Akten

von Victor Léon und Leo Stein

Musik von Franz Lehár

 

Leitung: Erdl, Bar, Pudenz, Vilagrasa, Berghoff, Rosenberg, Rothermel, Keller, Leistikow, Bresgen u.a.

 

Mitwirkende: Arkaeva, Unruh, El Sigai, Orelly, Crowe, Lenke, Vettel, Matheis, Mathes, Grothe, Höflinger, Eckhardt, Hearn u. a.

 

Chor und Orchester der Kammeroper Frankfurt

 

Weitere Vorstellungen:

Mi. 16., Fr. 18., Sa. 19., So. 20., Mi 23., Fr. 25., Sa. 26., So. 27. Mi. 30. Juli 2014

Fr. 1., Sa. 2., So. 3., Mi. 6., Fr. 8., Sa. 9., So. 10. August 2014

Beginn jeweils 20 Uhr

Bei Regen findet die Aufführung konzertant statt.

 

Aufführungsort: Orchestermuschel/ Musikpavillon im Palmengarten

Eingang: Bockenheimer Landstraße / Palmengartenstraße 1

und Siesmayerstraße 61

Vorverkauf:

Frankfurt Ticket Tel: 13 40 400, Kasse Palmengarten und an der Abendkasse

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑