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NACHTASYL von Maxim Gorki, Württembergische Landesbühne EsslingenNACHTASYL von Maxim Gorki, Württembergische Landesbühne EsslingenNACHTASYL von Maxim...

NACHTASYL von Maxim Gorki, Württembergische Landesbühne Esslingen

Premiere: Donnerstag, 22. April, um 19.30 Uhr, Schauspielhaus

 

Das Nachtasyl fasst eine Ansammlung von, aus den verschiedensten Gründen, gestrandeten Menschen. Da ist Klesc, ein Schlosser, der keine Arbeit mehr hat und auf den Tod seiner kranken Frau Anna wartet.

Oder Bubnov, der Kürschner war und dessen Geschäft nun von seiner Frau und seinem ehemaligen Gesellen geführt wird. Satin, der den (prügelnden) Mann seiner Schwester erschlug und dafür ins Gefängnis kam. Der Baron behauptet zumindest einmal einer gewesen zu sein, „aber wie ich heruntergekommen bin, das habe ich verpasst“. Das eint sie in gewisser Weise alle. Der Schauspieler weiß immerhin, dass es der Alkohol war, dem er seine Erinnerungslücken zu verdanken hat. Nastja liest Liebesromane und arbeitet als Prostituierte, doch der tragischste Liebesroman ist ihr eigenes Leben, davon ist sie überzeugt. Und da ist Pepel, ein Dieb, der mit dem Hausbesitzer Kostylev Geschäfte macht und ein Verhältnis mit dessen Frau Vasilisa hat, aber eigentlich gern zu deren Schwester Natasa wechseln würde.

 

In diese Gesellschaft platzt Luka, ein Pilger, der zunächst mit missionarischem Eifer in die Gruppe eingreift: dem Schauspieler verspricht er Heilung, mit Anna redet er über das schöne Leben im Jenseits, Natasa rät er mit Pepel zu fliehen, Nastjas Liebesgeschichten schenkt er die gebührende Aufmerksamkeit. Dann verschwindet er eines Tages. Doch vorher erzählt er noch von einem Mann, der sich aufmachte, das Land der Gerechten zu suchen. Als sich herausstellte, dass es auf keiner Landkarte verzeichnet war, hängte er sich auf. Genau das wird später der Schauspieler tun. Da ist Anna schon gestorben und Kostylev ermordet. Zurück bleibt eine fatalistisch trinkende (Rest)Gesellschaft, die willens ist, ihre Lebensumstände, die so veränderbar oder unveränderbar sind wie sie selbst, für einen Moment auszublenden.

 

Inszenierung: Carlos Manuel

Ausstattung: Jan Schroeder

 

Es spielen: Sarah Bauerett, Kristin Göpfert, Ute Seraina Schramm, Susanne Weckerle, Lothar Bobbe, Robert Eder, Frank Ehrhardt, Cornelius Gebert, Jonas Pätzold, Dietrich Schulz, Markus Tomczyk, Benedikt Voellmy

 

Weitere Vorstellungen in Esslingen: Fr. 23.4., Sa. 24.4., Do. 29.4., Fr. 30.4.

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