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Neues Projekt am Schauspielhaus Graz: „Bloggt das Theater“

Das Projekt „Bloggt das Theater“ will Texte für das Theater entstehen lassen, die Tendenzen aus authentischem Material, aus privaten, manchmal multimedialen Internettagebüchern – Web Blogs - destillieren und adäquate innovative Bühnenformen suchen.

Unter Federführung des Schauspielhaus Graz erforschen Partnertheater aus Ungarn, Polen, Rumänien und Italien Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Ansprüche, Wege und Fragen im neuen europäischen Raum – kommuniziert durch das Medium Internet. In den vier Partnerländern werden so genannte Blogscouts auf die Suche nach interessanten Internetforen und Blogs gehen, die in besonderem Maße das Lebensgefühl der jeweiligen jungen Generation zum Ausdruck bringen. Es werden pro Land je drei Texte ausgewählt, die in Zusammenarbeit mit jungen, nationalen Theaterautoren zu Theatertexten und Szenen entwickelt werden. Die kurzen Inszenierungen, die an den Partnertheatern in Krakau, Budapest, Palermo und Bukarest entstehen, werden im Mai 2008 auf einem Festival in Graz zu sehen sein. Die besten Inszenierungen werden von einer Jury prämiert. Damit dient das Festival auch der Talentsuche junger Autoren/innen und Regisseure/innen.

 

Das ‚Blog the theatre’ Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

 

Projektbeschreibung:

 

Das Theater, so wie wir es begreifen und realisieren wollen, hat das starke Bedürfnis, heutige gesellschaftliche und politische Tendenzen und Strömungen zu erspüren und diese künstlerisch umzusetzen. Das Projekt „Bloggt das Theater“ hat vor, Texte für das Theater entstehen zu lassen, die diese

Tendenzen aus authentischem Material, aus privaten ggf. multimedialen Internettagebüchern („Blogs“) destillieren und für diese Texte eine adäquate innovative Bühnenform zu suchen.

 

Das Ziel des Projekts, unter Federführung des Schauspielhaus Graz, ist die Erforschung der Befindlichkeiten der Internetgeneration aus den Partnerländern (Italien, Polen, Rumänien, Ungarn), die Erforschung von Gemeinsamkeiten,

Unterschieden, Ansprüchen, Wegen und Fragen im neuen europäischen Raum, ermöglicht durch die authentische Form des Bloggens, und kommuniziert durch das Medium Internet. Der Rückkanal ist eine typische Web 2.0 Eigenschaft, mit der die Internetcommunity sich supranational bei dem Entstehungsprozess der Blogs, Texte und Inszenierungen u.a. durch Kommentierung einbringen und auch untereinander in Kontakt treten kann. Dies bedeutet eine Entgrenzung des Zuschauerraums in die virtuelle Welt des Internets und damit eine Einbeziehung deutlich größerer Interessentenkreise.

 

Das Zusammenwachsen Europas wird meist nur unter wirtschaftlichen und politischen Aspekten gesehen. Durch den partizipativen Ansatz dieses Projekts mit Web 2.0-Mitteln wird eine Beteiligung der Kulturen überschreitenden

Internetcommunity der Partnerländer auf vielen Ebenen erreicht, vor allem aber im kulturellen Bereich. Diese partizipative kulturelle multilaterale Vernetzung soll die Entwicklung Europas im gesellschaftlichen und politischen

Kontext fördern.

 

Auch über das Projektende hinaus soll eine dauerhafte Zusammenarbeit der beteiligten Länderscouts und Theater erhalten bleiben und damit einen nachhaltigen Beitrag für die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Kulturen Europas leisten. Die Projektwebsite mit den Länderunterseiten

bleibt im Netz und kann von den Ländertheatern mit neuen Inhalten aktuell gehalten werden. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen interessierten Mitglieder der internationalen Internetcommunity werden bei entsprechend weitergeführten aktuellen Inhalten die Website und Blogs weiterhin lesend und

schreibend nutzen und sich untereinander austauschen können.

 

Weitere Förderer und Sponsoren: Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Land Steiermark und beepworld.de, Düsseldorf.

 

 

 

 

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