Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Operndoppelabend: GENEVIÉVE DE BRABANT von Erik Satie, DER DIKTATOR von Ernst Krenek - STAATSTHEATER KASSEL Operndoppelabend: GENEVIÉVE DE BRABANT von Erik Satie, DER DIKTATOR von Ernst...Operndoppelabend:...

Operndoppelabend: GENEVIÉVE DE BRABANT von Erik Satie, DER DIKTATOR von Ernst Krenek - STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 12. Juli, 19.30 Uhr, Schauspielhaus. -----

Im Zentrum steht jeweils eine liebende Frau. Bei Erik Satie ist es die märchenhaft schöne Genoveva, die ihrem geliebten Mann treu ergeben bleibt, auch als er sie der Untreue bezichtigt und zum Tode verurteilt. In Ernst Kreneks Einakter „Der Diktator“ ist es Maria, Ehefrau eines kriegsversehrten Offiziers, die den größenwahnsinnigen Diktator aus dem Weg räumen will, stattdessen aber seinen Verführungskünsten erliegt und schließlich sogar für ihn in den Tod geht.

Es sind zwei Stoffe, wie gemacht für die Bühne, versehen mit einer psychologisch fein ausbalancierten Musik, die in vielfältigen Farben schillert. Das TJO-Projekt verschränkt beide Opern miteinander zu einem Doppelabend über Macht, Machtmissbrauch und die Macht des Schicksals.

 

Das Theater-Jugend-Orchester am Staatstheater Kassel, kurz „TJO“, feiert in dieser Spielzeit sein zehnjähriges Jubiläum. 58 junge Musiker zwischen 12 und 19 Jahren und 15 Jugendliche des Cantamus-Chores aus Kassel und dem Umland bringen zu diesem Anlass gemeinsam mit den Profis des Staatstheaters zwei Kurzopern des 20. Jahrhunderts auf die Bühne des Schauspielhauses: „Geneviéve de Brabant“ von Erik Satie und „Der Diktator“ von Ernst Krenek.

 

Regisseurin Lisa Marie Küssner ist dem Staatstheater Kassel nicht nur als ehemalige Regieassistentin verbunden, sie hat hier auch mehrfach schon inszeniert, u.a. „Don Pasquale“ von Donizetti und die TJO-Projekte „Lost Violet“ nach „La traviata“ sowie „Das geheime Königreich“ von Ernst Krenek.

 

Das Theater-Jugendorchester-Projekt ist seit der Spielzeit 2004/05 fester Bestandteil im Opernspielplan des Staatstheaters Kassel und wird seitdem von der Kasseler Sparkasse großzügig unterstützt. Für die jugendlichen Musiker ist das gemeinsame Musizieren ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit mit den Profis des Musiktheaters. Wer mitmachen will, muss vorspielen, und je nach Ausbildungsstand und Fähigkeiten wird das Orchester zusammengestellt. Für viele Jugendliche ist es die erste Begegnung mit dem Musiktheater, für einige der Anstoß zum Musikstudium, für alle eine Herausforderung, von der sie auf vielfältige Weise profitieren.

 

Die musikalische Leitung des TJO hat der Koordinierte Erste Kapellmeister des Staatstheaters Kassel, Alexander Hannemann, der in den vergangenen Spielzeiten bereits etliche Male Opern des 20. Jahrhunderts musikalisch geleitet hat, zuletzt den Doppelabend mit „Herzog Blaubarts Burg“ und „La voix humaine“.

 

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann,

Inszenierung: Lisa Marie Küssner,

Bühne: Isabell Heinke,

Kostüme: Ulrike Obermüller,

Dramaturgie: Jürgen Otten

 

Mit Jaclyn Bermudez (Geneviève/Charlotte, Frau des Diktators), Anna Nesyba (Marie, Frau des Offiziers), Kwonsoo Jeon (Siegfried/Offizier), Tomasz Wija (Golo/Diktator), Theater-Jugendorchester sowie 15 Mitgliedern des Jugendchores CANTAMUS (Erzähler/Soldatenchor)

 

CANTAMUS-Chor: Maria Radzikhovskiy

 

Am 13. Juli (WM-Finale) und am 20. Juli finden Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr statt. Weitere Termine: 17., 18. und 24. Juli, jeweils 19.30 Uhr.

 

Karten für die Premiere am Samstag, 12. Juli, und für die Folgevorstellungen sind für 10,50 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑