Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Pension Schöller" von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby im Rheinischen Landestheater Neuss"Pension Schöller" von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby im Rheinischen..."Pension Schöller" von...

"Pension Schöller" von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby im Rheinischen Landestheater Neuss

Premiere am 13.09.2014, 20.00 Uhr, Schauspielhaus. -----

Einmal Anstalt und zurück. - Wer ist hier eigentlich verrückt – und wer ist normal? Philipp Klapproth, Gutsbesitzer aus der Provinz, weiß, dass er auf der richtigen Seite steht, aber er würde sich gerne einmal in einer Metropole wie Berlin echte Irre anschauen, um zuhause etwas erzählen zu können.

 

Sein Neffe Alfred soll die richtige „Location“ für ihn auftun, und als Dank dafür winkt eine kräftige Finanzspritze für dessen neuestes Geschäftsmodell, ein Künstlercafé.

 

Die Gäste in der „Pension Schöller“ sind mitnichten Psychiatrieinsassen, aber sie pflegen ihre exzentrischen Tics, und so wird Onkel Klapproth diese Lokalität als Studienobjekt und als brandneues Konzept einer „offenen Anstalt“ empfohlen, in der sogar gesellige Abende über die Bühne gehen. Der Gutsbesitzer amüsiert sich königlich, verspricht den in seiner Optik „durchgeknallten Insassen“ das Blaue vom Himmel herunter – und fährt glücklich nach Hause.

 

Doch nur kurze Zeit später fallen die vermeintlichen Irren in seiner ländlichen Idylle ein und stellen Forderungen. Philipp Klapproth reagiert panisch und telegrafiert schleunigst den nichts ahnenden (Anstalts-)Direktor Schöller mit Zwangsjacken herbei. Dieser erscheint auch, doch die Situation dreht sich, weil Klapproth die ungebetenen Gäste in Schränke und Hühnerställe eingesperrt hat und nun selber als Verrückter dasteht.

 

Von Situations- und Sprachwitz überbordend, stellt diese berühmte Komödie die Fragen nach Selbst- und Fremdwahrnehmung, Größenwahn und nicht zuletzt danach, wie viel Anarchie und Irrsinn in der ganz normalen Alltagswelt steckt.

 

Regie Sahar Amini

Bühne/Kostüme Julia Rösler

Musikalische Leitung Henning Beckmann

Dramaturgie Alexandra Engelmann

 

Schöller, Inhaber der Pension Schöller Rainer Scharenberg

Franziska Schöller, seine Tochter Sigrid Dispert

Eugen, sein Neffe Pablo Guaneme Pinilla

Philipp Klapproth, Gutsbesitzer Andreas Spaniol

Ida Klapproth, seine Schwester Doris Dexl

Alfred Klapproth, sein Neffe Michael Großschädl

Josephine Zillertal, Schriftstellerin Linda Riebau

v. Mühlen, Oberstabsleutnant a.D. Johann Schiefer

Frank Bernhardy, Tierfänger und Weltreisender Georg Strohbach

 

Posaune Henning Beckmann

 

weitere Termine

Mi, 24.09.14, 20.00 Uhr

Aula im Lise-Meitner-Gymnasium / Geldern

So, 28.09.14, 18.00 Uhr

Schauspielhaus

 

Mi, 01.10.14, 19.30 Uhr

Schauspielhaus

Do, 23.10.14, 19.30 Uhr

theaterhagen / Hagen (Westf.)

Mi, 29.10.14, 19.30 Uhr

Kurhaus Bad Hamm / Hamm (Westf.)

Do, 30.10.14, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Fr, 14.11.14, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Sa, 15.11.14, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Mi, 19.11.14, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

So, 23.11.14, 14.00 Uhr

Schauspielhaus

Mi, 31.12.14, 19.00 Uhr

Schauspielhaus

Mo, 02.02.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

Di, 24.02.15, 20.00 Uhr

Schauspielhaus

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑